So, 25. Februar 2018

SOS-Kinderdorf

15.06.2015 16:21

"Lage für minderjährige Flüchtlinge ist prekär"

Die Zahl der minderjährigen Jugendlichen, die aus diversen Gründen ohne ihre Eltern von ihrer Heimat fliehen müssen, steigt drastisch. Traumatisiert und hoffnungsvoll zugleich kommen sie auch nach Tirol. Doch die derzeitige gesetzliche Lage für diese Flüchtlinge ist laut dem SOS-Kinderdorf nach wie vor unbefriedigend.

Hassan ist mittlerweile 19 Jahre alt, groß gewachsen und besticht mit seiner offenen Art. Vor vier Jahren musste er seine Eltern in Somalia zurücklassen und trat die lebensgefährliche Flucht über die Türkei und Griechenland nach Tirol an.

Betreuung als Herausforderung

"Derzeit betreuen wir 28 minderjährige Flüchtlinge hauptsächlich in Hall, aber auch in Imst und Nußdorf-Debant", erklärt Viktor Trager, Pressesprecher SOS-Kinderdorf. Eine Herausforderung ist allerdings die Betreuung. "Für diese Jugendlichen braucht es unbedingt kleine Wohngruppen, psychologische Fachkräfte sowie Bildungs- und Freizeitangebote. Mit 77 Euro pro Tag und pro unbegleitetem minderjährigen Flüchtling ist das kaum umsetzbar. Die Tagsätze müssen daher dringend erhöht werden", fordert Myriam Antinori, Leiterin Biwak – Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Weitere Forderungen

Auch bezüglich des Asylverfahrens gibt es eindeutige Forderungen: "Die Verfahren müssen schneller werden und dafür wird mehr Personal in den Ämtern benötigt. Auch die Strukturen müssen verbessert werden", fügt Antinori hinzu.

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