Mi, 22. November 2017

Elefanten und Co.

05.05.2015 08:30

60% der großen Pflanzenfresser drohen auszusterben

Den großen Pflanzenfressern der Erde geht es nicht gut. Wilderei und Landwirtschaft nehmen Giraffen, Elefanten und Gorillas immer mehr die Überlebensgrundlage. Schon jetzt sind 44 Arten vom Aussterben bedroht, viele könnten in den nächsten Jahrzehnten ganz von der Erde verschwinden - mit weitreichenden Folgen, warnen US-Wissenschaftler.

In einer umfassenden Studie haben Forscher der Oregon State University in Corvallis (Oregon) die Überlebenschancen der 74 größten an Land lebenden Pflanzenfresser untersucht. Diese leben vor allem in Lateinamerika, Südostasien und Afrika und gehören zu elf Tiergruppen, darunter die der Elefanten, Nashörner, Flusspferde, Giraffenartigen, Hornträger, Tapire und Hirsche. Davon sind 60 Prozent schon jetzt akut vom Aussterben bedroht und stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation.

Um sie zu retten, müssten unter anderem die Wilderei gestoppt sowie die Lebensräume geschützt werden, berichten die US-Wissenschaftler im Fachblatt "Science Advances". Immer öfter werden Wälder abgeholzt, um Platz für Landwirtschaft und menschliche Siedlungen zu schaffen. Für die Tiere blieben nur kleinere Refugien, in denen sie kaum eine Chance haben, zu überleben.

Lücke in der Nahrungskette droht
Der Verlust der großen Pflanzenfresser werde weitreichende Folgen für Flora und Fauna haben, warnen die Forscher. Zum einen hinterließen sie eine Lücke in der Nahrungskette: Alle großen Fleischfresser wie Löwen, Tiger, Leoparden und Hyänen ernähren sich von den großen Pflanzenfressern. Zudem sind die Kadaver der vegetarischen Riesen Futter für eine Vielzahl anderer Arten.

Aber auch kleinere Tierarten sind direkt oder indirekt von den großen Pflanzenfressern abhängig. So ernähren sich etwa einige Fischarten an den Fleischwunden von Flusspferden, der Dung von Asiatischen Elefanten dient bestimmten Amphibien während des Tages als Versteck.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).