Fr, 24. November 2017

Albtraum im Urlaub

13.04.2015 18:13

Wiener (46): „Pirat bedrohte mich mit Harpune“

Von Piraten überfallen, in einer einsamen Bucht ausgesetzt, erst nach vier Tagen gerettet - was der Wiener Andy W. (46) und seine Partnerin Loretta (54) vor der Küste von Honduras durchlebt haben, gleicht einem Hollywoodfilm. Im Interview mit der "Krone" schildert W., der die Wintermonate gerade in Mexiko verbringt, die gefährlichsten Stunden seines Lebens.

"Krone": Sie waren zwei Tage auf hoher See, bevor die Piraten-Attacke stattfand. Ab wann wussten Sie, dass Sie in akuter Gefahr waren?
Andy W.: In der Nähe von Punta Sal ist uns plötzlich ein kleines Fischerboot gefolgt. Es hat mit voller Kraft auf uns zugehalten, da sind wir misstrauisch geworden.

"Krone": Die Männer in dem Boot waren bewaffnet?
Andy W.: Ja, sie hatten Pistolen, einer von ihnen sogar eine Sportharpune. Wir haben ihnen unsere Geldbörsen gegeben und ich ihnen meinen iPod. Mehr haben sie nicht gefunden. Daraufhin wurden die Männer nervös. Sie haben uns befohlen, unter Deck zu gehen. Kurz darauf strandeten wir in der Bucht.

"Krone": Wann merkten Sie, dass die Piraten verschwunden waren?
Andy W.: Nachdem es plötzlich völlig still war, sind wir langsam an Deck gegangen und haben gesehen, dass wir alleine waren. Aus Angst davor, dass die Piraten wiederkommen, haben wir unser Camp aber an Land aufgeschlagen.

"Krone": Hatten Sie Proviant dabei?
Andy W.: Ja, wir haben uns von einem Glas Erdnussbutter, ein paar Haferflocken und einem Block Käse ernährt, den wir streng rationiert haben. Zu trinken gab es Regenwasser.

"Krone": Wann begannen Sie wieder Hoffnung zu schöpfen?
Andy W.: Am dritten Tag haben wir befestigte Pfade entdeckt und wussten, dass wir in einem entlegenen Nationalpark gestrandet waren. Wir haben an den Wegen SOS-Nachrichten mit unserer Position hinterlassen. Am vierten Tag wurden wir dann Gott sei Dank gefunden.

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