Di, 24. Oktober 2017

Hollande-Schlappe

30.03.2015 06:15

FP: Sarkozy triumphiert bei Regionalwahlen

Die Departementswahlen in Frankreich haben Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy einen großen Triumph und Amtsinhaber Francois Hollande eine schmerzhafte Niederlage beschert. Die konservative Opposition konnte den regierenden Sozialisten Dutzende Departements entreißen und hat laut den Montagfrüh bekannt gegebenen Endergebnissen der Wahl künftig in 66 der 101 Gebietskörperschaften eine Mehrheit. Die rechtspopulistische Partei Front National erlangte indes in keinem Departement eine Mehrheit.

Das konservative Bündnis aus UMP und der Zentrumspartei UDI konnte der Linken damit 25 Departements entreißen - ein Gebiet ging andersherum an die Linke. Besonders symbolisch: Unter die Kontrolle der Konservativen fielen unter anderem die Departements Correze, in dem der Wahlkreis von Staatschef Francois Hollande liegt, sowie Essonne nahe Paris, die Hochburg von Premierminister Manuel Valls.

Sarkozy: "Nichts wird den Wechsel aufhalten"
UMP-Chef Sarkzoy trat am Sonntagabend triumphierend vor die Kameras. "Noch nie hat unsere politische Familie so viele Departements gewonnen", sagte er. Zugleich habe nie zuvor das Regierungslager so viele Gebiete verloren. Die "Missbilligung" der Franzosen gegenüber der Regierung sei beispiellos. Der Wechsel sei auf dem Weg, "nichts wird ihn aufhalten", sagte der 60-Jährige.

Valls: "Ich habe die Nachricht verstanden"
Der sozialistische Premier Valls machte die "Spaltung" des linken Lagers für die Wahlschlappe verantwortlich. "Ich habe die Nachricht verstanden", sagte Valls, der den Wahlkampf der Sozialisten bestimmt hatte. Die Regierung werde ihre Arbeit und die Reformen für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes fortsetzen sowie ihre Anstrengungen für mehr Arbeitsplätze verdoppeln. Gleichzeitig bot er Gegnern in der eigenen Partei eine Zusammenarbeit an.

Front National unter LePen verfehlte sein Ziel
Der Front National hatte auf die Mehrheit in einem oder zwei Departements gehofft, verfehlte dieses Ziel aber. Trotzdem sprach Parteichefin Marine Le Pen angesichts der verbesserten Ergebnisse von einem "außergewöhnlichen" Ergebnis, das "die Basis für künftige Siege" schaffe.

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