Fr, 15. Dezember 2017

Mega-Aufwand

10.03.2015 08:05

Masern-Infizierte hatte mit 170 Kindern Kontakt!

Masern ist kein Kinderspiel! Welche buchstäblich sogar fatalen Auswirkungen die "Kinderkrankheit" haben kann, haben wir kürzlich berichtet. Aber auch die logistischen "Nachwehen" sind massiv: An einem kleinen Patienten in der Kinderklinik hat sich eine Schwester angesteckt - und jetzt rotieren die Gesundheitsinstanzen!

Ein Kleinkind war es, das mit Masern in die Ambulanz gebracht worden war - schon hier waren die "Aufräumarbeiten" danach beachtlich: "Wir haben sieben Babys unter elf Monaten, die noch nicht mit der Schutzimpfung versehen worden waren, passiv immunisiert", so Prof. Christian Urban, Chef der Grazer Kinderklinik.

Betroffene auf Isolierstation
Erst jetzt stellte sich heraus: Auch eine nicht geimpfte Schwesternschülerin im Praktikum hatte sich angesteckt. "Die Frau liegt derzeit im Krankenhaus", so Urban. "In einer isolierten Abteilung, damit nicht noch mehr Menschen infiziert werden." Allerdings, so ergaben die Nachforschungen, war sie mit mindestens 170 Kindern in der Kinderklinik in Kontakt - und die wieder mit ihren eigenen Familien!

Maschinerie in Gang gesetzt
"Damit ist eine enorme Maschinerie angelaufen. Und noch im Gange!" Seit dem Wochenende werden Betroffene ausgeforscht und informiert. Urban ist sauer: "Es ist ein Riesen-Aufwand, den wir freiwillig machen - weil es ja keine Impfpflicht gibt. Aber es gilt, Ärgeres zu verhindern.“ Und: "Wir hätten wirklich anders zu tun."

Die Ärztekammer hat auch Briefe an Miglieder ausgeschickt mit der Bitte, den Impfstatus zu überprüfen.

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