Fr, 20. Oktober 2017

Erfolgsprojekt

05.03.2015 13:46

Vom Tierheim-Listenhund zum „Fast-Therapiehund“

Es war im Sommer 2013, als der Wiener Tierschutzverein und der Verein "Tiere als Therapie" die Idee hatten, als schwer vermittelbar geltende Listenhunde zu Therapiehunden auszubilden. Das Ziel: Das Sozialverhalten der Hunde zu stärken und damit ihre Chance auf Vergabe zu erhöhen. Mit großen Erfolg, denn neun der für das Projekt ausgesuchten Vierbeiner sind bereits vermittelt worden.

Ist es möglich, Hunde aus dem Tierschutz - selbst solche, die aufgrund ihrer Rasse als potentiell gefährlich eingestuft werden - so zu trainieren, dass sie als Therapiehunde eingesetzt werden können? Diese Frage stellten sich der WTV und "Tiere als Therapie" (TAT) und riefen ein entsprechendes Projekt ins Leben. Zehn sogenannte Listenhunde, teilweise schon jahrlang in Zwingerhaltung, wurden für die Ausbildung ausgewählt.

Genauer Trainingsplan für die Teams
Nach Vollendung des auf zwei Jahre angesetzten Trainings sollten die Vierbeiner im Team mit "ihren" Menschen dazu in der Lage sein, tiergestützte Besuchsdienste zu absolvieren. In etwa 14-tägigem Abstand arbeitete TAT mit den Mensch-Hund-Teams, jeweils ein Pate oder eine Patin mit dem entsprechenden Listenhund, nach einem konkreten Trainingsplan. Sämtliche Schritte wurden protokolliert und ausgewertet.

"Zwei- und Vierbeiner zeigten unglaublichen Arbeitseifer"
Die Schwerpunkte dabei lagen beim Verhalten mit Menschen und Artgenossen, der Gewöhnung an Gehhilfen, Rollstühle, Lärm und auf zuverlässiger Kontrollierbarkeit. Finanziert wurde das Projekt durch Spenden und den Verein "Tiere als Therapie". "Die Zwei- und Vierbeiner zeigten von Anfang an unglaublichen Arbeitseifer. Sehr bald schon konnten die Hunde ohne Maulkorb trainieren und es gab kaum Probleme im Umgang mit Menschen und anderen Hunden", schwärmt TAT-Obmann Paul Cech.

Programm half tatsächlich bei der Vermittlung
Und das Schönste: Neun der zehn teilnehmenden Listenhunde haben bereits ein neues Zuhause gefunden, obwohl es davor jahrelang keine Interessenten für die Tiere gegeben hatte.

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