So, 17. Dezember 2017

Prozess vertagt

21.02.2015 00:02

In "Ehre" verletzt: Afghane ins Spital geprügelt

Ein harmloser Kuss an einer Bushaltestelle in Hall am helllichten Tag endete für einen Mann aus Afghanistan mit einem Leberriss, zwei Rippenbrüchen und einer Gehirnerschütterung im Spital. Drei Tschetschenen war es offenbar ein Dorn im Auge, dass der Mann ein Verhältnis mit einer Landsfrau von ihnen hatte.

Zwei 23-Jährige und ein zwei Jahre älterer Mann saßen am Freitag wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung vor Richter Bruno Angerer am Innsbrucker Landesgericht, erzählten zunächst ein Märchen nach dem anderen und sorgten für mächtig Verwirrung im Verhandlungssaal.

Alle drei versuchten sich gegenseitig zu entlasten. Sogar zwei Freunde, die im Zuschauerbereich die Verhandlung mitverfolgten, gaben (falsch) an, bei der brutalen Tat am Vormittag des 28. Oktobers in Hall mit dabei gewesen zu sein.

Plötzlich Geständnisse abgelegt
Doch plötzlich endete die "Märchenstunde" – und die beiden 23-Jährigen legten ein Geständnis ab. "Wir haben ihn geschlagen, weil er die Frau berührt hat", so die Männer. Der Drittangeklagte sei aber laut seinen Freunden unschuldig. Dafür wurde dem Richter im Verhandlungssaal gleich der dritte Schläger "präsentiert". Dieser gab sofort alles zu.

Auch Landsfrau geschlagen
Auch die Frau wurde laut Anklage geschlagen. Sie konnte oder wollte sich gestern aber an keine Details erinnern. Um weitere Zeugen zu hören, wurde vertagt.

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