Di, 21. November 2017

Ärztestreit

18.02.2015 19:37

Land Tirol bietet nun höhere Ärztegehälter an

Im Streit um das Arbeitszeitgesetz wird das Land am Donnerstag den Ärzten der Tilak die versprochene Übergangslösung mit mehr Gehalt vorlegen. Damit ist das Problem aber nicht gelöst. Die Abstimmung zwischen Land, Bund und Gemeinden wird zur Notwendigkeit.

48 Stunden Höchstarbeitszeit für Spitalsärzte. Das bedeutet Verdienstentgang für Mediziner. Die fordern deutlich mehr Grundgehalt.

Der Streit ums neue Gesetz macht deutlich, woran es im Gesundheitswesen krankt: an der komplizierten Struktur. Allein an der Klinik gibt es zwei Arbeitgeber, Land (Tilak) und Bund (Medizin-Uni). Das Land bietet nun auf Druck der Mediziner mehr Grundgehalt. Ob die Ärzte das Angebot annehmen, ist fraglich.

Urabstimmung ist angedacht

Am Mittwoch bekräftigten die Ärzte-Sprecher Renate Larndorfer und Ludwig Gruber bei einer Betriebsversammlung, dass es eine Urabstimmung über das Angebot geben wird. Bei der Versammlung waren erstmals auch die Bundesärzte dabei. Man demonstriert Geschlossenheit. Denn auch die Bundesärzte warten immer noch auf Zugeständnisse aus Wien.

Weiterhin Betriebsversammlungen geplant

Fast einstimmig wurde am Mittwoch beschlossen, dass so lange wöchentlich Betriebsversammlungen stattfinden, bis ein "akzeptables Angebot" am Tisch liegt. Die Mediziner drängen auf abgestimmte Lösungen von Land und Bund, damit an der Klinik nicht mit zweierlei Maß beim Personal gemessen wird. Eine Einigung für die Bezirkskrankenhäuser mit den Gemeinden als Arbeitgeber ist indessen auch nicht gefunden.

Mehr Gehalt löst das Problem nicht

Mehr Grundgehalt für die Spitalsärzte löst das Problem noch nicht. Tilak-Chef Stefan Deflorian weist darauf hin, dass ab März kaum mehr Dienstpläne erstellt werden können, wenn die Ärzte nicht die Betriebsvereinbarung für freiwillige Mehrarbeit (Opt-Out) unterzeichnen. Und er hat Sorge, dass sich die Med-Uni aus der Patientenversorgung immer mehr zurückzieht.

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