Sa, 18. November 2017

Mietgroteske in Wien

25.01.2015 18:49

Junge Mutter: „Wir mussten mit Föhn heizen“

Ruth Hager wollte ein schönes Heim für sich und ihre Tochter. Sie bezog ein kleines Reich im Wiener Bezirk Ottakring - doch die eigenen vier Wände entpuppten sich als Falle. Dem Besitzer schutzlos ausgeliefert, wurde das Leben dort immer unerträglicher. "Monatelang hausten wir dort ohne Warmwasser und Heizung", so die junge Mutter.

Im Februar 2013 war die Welt für Frau Hager noch in Ordnung, bis sie langsam zerbröckelte. "Alles fing mit Stromausfällen und einer kaputten Therme an", erklärt die 21-Jährige. Und schon da wurde die junge Mutter von der Hausverwaltung und dem Besitzer im Stich gelassen. "Ich wollte ihnen verdeutlichen, dass ich Wasser aufkochen musste, um meine Tochter zu baden", erzählt sie.

Drei Monate lang lebte sie ohne Warmwasser, schließlich flatterte auch noch eine horrende Wien-Energie-Rechnung ins Haus. Erst nach einer wahren Odyssee erhielt sie finanzielle Hilfe.

Doch dann gab es erneut Probleme mit der Therme: "Zum Schluss hatten wir nur noch drei Grad daheim", schildert die junge Frau. "Mit einem Föhn haben meine Tochter und ich unter der Decke eingeheizt." Jetzt zog sie zu ihrer Mutter - und geht vor Gericht. Bald wird verhandelt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden