Sa, 18. November 2017

Gewehre untersucht

14.11.2014 19:08

Jagddrama in NÖ: 33-Jähriger als Unglücksschütze

Nach dem schrecklichen Jagdunfall im Weinviertel, bei dem am Wochenende ein 54-jähriger Treiber durch einen Kopfschuss schwer verletzt worden war, hat die Polizei nun den Schützen ermittelt. Das Gewehr, aus dem der Schuss mit verheerenden Folgen abgegeben worden war, konnte einem 33 Jahre alten Jäger zugeordnet werden. Dieser wird wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt.

Eine ballistische Untersuchung sämtlicher Waffen, die am Samstagvormittag benutzt worden waren - insgesamt waren an der Treibjagd zwölf Jäger und 30 Treiber beteiligt - hatte die Ermittler zu dem 33-Jährigen geführt. Dieser wurde gemeinsam mit seinem Standbetreuer bereits von der Polizei einvernommen.

Projektil von Buschwerk abgelenkt
Der Mann gab bei der Befragung an, bei der Treibjagd in einem eingezäunten Wildschweingatter im Bezirk Hollabrunn auf eine größere Gruppe von Wildschweinen drei Schüsse abgefeuert und einen 150 Kilo schweren Keiler erlegt zu haben. Laut Polizei dürfte dabei ein Projektil durch Buschwerk abgelenkt worden sein und den 150 Meter entfernten 54-Jährigen am Kopf getroffen haben. Durch das stark bewachsene Unterholz sei der Treiber für den Jäger nicht zu sehen gewesen. Die Richtung der Schussabgaben und der Aufenthaltsort des Treibers seien mehrere Meter abweichend.

Der Jäger werde angezeigt, hieß es seitens der Polizei. Er sei im Besitz einer gültigen Jagdkarte für das Bundesland Steiermark und einer gültigen Jagdgastkarte für das Bundesland Niederösterreich.

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