Fr, 24. November 2017

Hunde am Schießplatz

10.11.2014 09:27

Dank Training keine Angst mehr vor Silvester

Viele, die ein Haustier besitzen, kennen es: Die bangen Stunden um Silvester, wenn Raketen und Böller abgefeuert werden und sich der geliebte Vierbeiner völlig verängstigt verkriecht. Das muss aber nicht sein, und genau deshalb übt der Hundetrainer Florian Günther momentan mit einer Reihe von Fellnasen und deren Besitzern, damit dieser Jahreswechsel für alle ruhig verläuft.

"Sobald es ein Gewitter gab oder Raketen abgeschossen wurden, bekam unser Hund Stress. Er begann zu hecheln und flüchtete", beschreibt Susanne, wie ihr "Cherryberry" litt. "Es wurde mit den Jahren schlimmer, das wollten wir ändern", so die Oberösterreicherin. Sie entschloss sich schließlich, an dem Seminar "Schussfest bis Silvester" von Hundetrainer Florian Günther teilzunehmen.

Hunde sollen Geräusche positiv verknüpfen
Manchmal liegt die Angst in den Genen, oft sind es aber schlechte Erfahrungen, die die Vierbeiner im Laufe ihres Lebens gemacht haben. "Meiner Hündin wurde einmal ein Böller direkt vor die Beine geworfen, seither hat sie panische Angst vor diesen Geräuschen", ärgert sich eine Teilnehmerin noch heute über diese gedankenlose Aktion.
"Wir gewöhnen die Hunde langsam an die Geräusche und schaffen eine positive Verknüpfung", erklärt Günther. So bekommen die Tiere etwa Futter, wenn ein Schuss fällt, oder kriegen den heiß geliebten Ball geworfen.

Teilnehmer trainierten am Schießplatz
Während die Gruppe beim ersten Termin im Jagdzentrum Stegenwald zu Gast waren, besuchte sie diesen Samstag den Schießplatz Weitwörth. Nichts für schwache Nerven, denn dort testeten viele Vereinsmitglieder ihr Können. Doch die Tiere nahmen das Geballer schon durchwegs gelassen. Drei Termine in drei Monaten sind im Seminar angesetzt. Dazwischen heißt es auch zu Hause: Üben, üben, üben.

"Hunde zu Silvester auf keinen Fall alleine lassen"
Florian Günther hat für alle anderen noch Tipps für den Jahreswechsel: "Die Hunde auf keinen Fall alleine lassen. Sie aus ihren Verstecken holen, aber nicht 'trösten'. Am Besten das Tier viel bewegen."

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