Sa, 25. November 2017

Bäckerei-Überfall

07.11.2014 12:37

Couragierte Bürger stellten bewaffneten Räuber

Zwei couragierte Bürger haben am Donnerstag einen Überfall auf eine Bäckerei in Wien-Floridsdorf vereitelt. Nachdem die Angestellten dem Räuber kein Geld gaben, ergriff der mit einem Messer bewaffnete 20-Jährige die Flucht. Zwei Kunden nahmen die Verfolgung auf. Die beiden Männer im Alter von 47 und 60 Jahren konnten den Verdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Der 20-Jährige ist in Haft.

Gegen 9 Uhr betrat der junge Mann die Ströck-Filiale in der Kefedergrundgasse. Er bedrohte die hinter der Theke stehende 53-jährige Filialleiterin mit dem Küchenmesser, das eine 20-Zentimeter-Klinge aufwies. Die verängstigte Frau legte sich daraufhin auf den Boden. Als ein weiterer Angestellter die Verkaufsräumlichkeit aus einem Nebenraum betrat, wurde auch dieser vom 20-Jährigen mit dem Messer bedroht. Der Räuber forderte immer wieder Bargeld, die Mitarbeiter reagierten jedoch nicht darauf.

"Haben ihn immer wieder aus den Augen verloren"
Durch den Lärm wurden die zwei in der Filiale beim Frühstück sitzenden Kunden auf den Vorfall aufmerksam. Als der 20-jährige die beiden Männer bemerkte, ergriff er die Flucht. Die couragierten Bürger nahmen die Verfolgung auf. "Immer wieder haben wir den Täter aus den Augen verloren", schilderte der 47-jährige Thomas. "Er lief zwischen den Wohnhausanlagen herum, wir haben bei Passanten nachgefragt", ergänzte der 60 Jahre alte Fritz.

Bei einem Stiegenaufgang wurde den beiden Männern von einer Frau mitgeteilt, dass sich um die Ecke gerade jemand umzieht. Als die beiden nachsahen, entdeckten sie den 20-Jährigen in einem Mistkübelraum. "Wir sind einer von links, der andere von rechts zu ihm gegangen und haben ihm gesagt, er soll das Messer weglegen", erzählte Fritz. "Der junge Mann hat gesagt, er gibt auf, hat geweint und gemeint, er weiß nicht, was er getan hat", schilderte Thomas.

"Ich schaue nicht mehr weg"
Die beiden Männer verständigten die Polizei und übergaben den Beamten die Tatwaffe. Angst hatten die beiden laut eigenen Angaben keine, "zu zweit ist es auch viel leichter", sagte der 60-Jährige. "Meine Großmutter ist auch zweimal überfallen worden, seitdem sehe ich das anders, ich schaue nicht mehr weg", erklärte Thomas.

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