Mi, 22. November 2017

„Es war ein Unfall“

03.11.2014 14:28

13-Jährige angeschossen: Schütze in U-Haft

Ein lauter Knall, dann ist Caroline B. plötzlich auf dem Gehsteig zusammengesackt. Ein Projektil hatte die 13-Jährige am Freitagabend bei einem Spaziergang mit Freunden in Großhöflein im Burgenland getroffen. Das Mädchen kam ins Krankenhaus, der "Halloween-Sniper" wurde ausgeforscht. Über den Mann wurde am Montag die Untersuchungshaft verhängt. "Es war ein Unfall", beteuerte der Partygast.

Caroline ist eine begeisterte Läuferin, doch ob sie wieder an ihre bisherigen Erfolge anschließen kann, ist fraglich. Denn das Projektil, vermutlich aus einem Flobertgewehr, traf die Schülerin aus Eisenstadt ins Becken und zersplitterte am Knochen.

Wie die Mutter der 13-Jährigen gegenüber der "Krone" mitteilte, konnte ihre Tochter noch nicht wieder nach Hause. "Es wird sich erst entscheiden, ob unser Kind operiert werden muss", sagte Ursula B. Das Spital wird das Mädchen jedenfalls frühestens in einer Woche verlassen können.

U-Haft wegen Tatbegehungsgefahr verhängt
Über den 30-jährigen Schützen wurde indes die Untersuchungshaft verhängt. Als Haftgrund nannte das Gericht Tatbegehungsgefahr. Laut Aussendung wird der Burgenländer des versuchten Mordes beziehungsweise der absichtlichen schweren Körperverletzung verdächtigt. Die U-Haft wurde für 14 Tage verhängt. Innerhalb dieses Zeitraums muss eine Haftprüfungsverhandlung stattfinden.

Der 30-Jährige soll laut Zeugen bei einer Halloween-Party mit einem Flobertgewehr hantiert haben. Das Mädchen habe er demnach nicht absichtlich angeschossen. Die Polizei hielt sich aber auch am Montag zu den Umständen der Schussabgabe bedeckt. Derzeit werde untersucht, ob mit der sichergestellten Schusswaffe auch jenes Projektil abgefeuert wurde, welches das Mädchen am Freitagabend traf, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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