So, 19. November 2017

Schrotkugelhagel

27.10.2014 08:03

Weiterer Jagdunfall in OÖ: Schütze trifft Auto

Schon wieder hat ein Jäger in Oberösterreich rücksichtslos durch die Gegend geballert: Bei einer Treibjagd in Waizenkirchen ignorierte ein 56-Jähriger die nahe gelegene Bundesstraße, schoss auf einen Fuchs - und traf mit elf Schrotkugeln ein vorbeifahrendes Auto!

Der Fuchs hat die Treibjagd nicht überlebt. Und auch der Lenker (41) aus Peuerbach hatte wohl Angst um sein Leben: Er war gerade mit seinem Wagen auf der Eferdinger Bundesstraße unterwegs, als er plötzlich in einen regelrechten Kugelhagel geriet! Elf Schrotkugeln schlugen auf der Fahrerseite des Pkws ein, den Schützen konnte der Techniker, der einen Schock erlitt, nicht ausmachen. Er blieb sofort stehen und alarmierte die Polizei.

Die hatte den Übeltäter schnell ausgemacht: Nur 75 Meter entfernt hatte ein Jäger (56) aus der Umgebung bei einer Treibjagd mitgemacht. Natürlich hat er den Pkw nicht mit Absicht getroffen, dennoch wird er nun wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit bei der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt.

Gewehrkugel trifft Kinderzimmerfenster
Erst vor wenigen Tagen war - wie berichtet - bekannt geworden, dass ebenfalls im Bezirk Grieskirchen ein Jäger (77) bei Schießübungen ein Kinderzimmerfenster getroffen und eine Mutter (38) nur knapp verfehlt hatte. Auch er wurde bereits angezeigt. Landesjägermeister Sepp Brandmayr bezeichnete den Mann gegenüber der "Krone" als "verantwortungslos" - das gilt wohl auch für den 56-Jährigen.

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