Di, 22. Mai 2018

Legende im Kino

08.10.2014 14:12

"Get On Up": So lebte der "Godfather of Soul"

Er war der "Godfather of Soul", "Mister Dynamite" und "der am härtesten arbeitende Showstar der Welt". Ob Gospel, Soul, Rhythm & Blues oder Funk - James Brown (1933-2006) war ein Musikgenie, bei dem spätere Stars wie Mick Jagger, Michael Jackson, Prince und Usher abschauten. Acht Jahre nach dem Tod des legendären Sängers kommt nun das Biopic "Get On Up" ins Kino (Start: 9. Oktober).

In Armut in den US-Südstaaten aufgewachsen, als kleiner Bub von den leiblichen Eltern abgeschoben, als Teenager wegen Diebstahls festgenommen - nichts konnte den Selfmade-Aufstieg zur schillernden Soullegende bremsen. Doch wie reduziert man die turbulente Lebensgeschichte eines Künstlers, der sechs Jahrzehnte auf der Bühne stand, auf 139 Minuten Leinwandminuten?

Regisseur Tate Taylor, der selbst im amerikanischen Süden groß wurde, gelingt das perfekt. Wie Brown mit wilden Tanzschritten über die Bühne jagte, so springt Taylor in Rückblenden unberechenbar hin und her.

Es ist das Jahr 1988, als der Musiker mit einem Gewehr in der Hand ausrastet und nach einer filmreifen Verfolgungsjagd von der Polizei festgenommen wird. Nächste Szene, Vietnam 1968, mit Superstar Brown als Truppen-Entertainer. 30 Jahre zurück: Der kleine James lebt in einer ärmlichen Holzhütte, von der Mutter verlassen, vom Vater verprügelt.

Schon für sein gefeiertes Rassismus-Drama "The Help" (2011) über schwarze Hausmädchen in den US-Südstaaten Anfang der 60er-Jahre holte Taylor die schwarzen Schauspielerinnen Viola Davis und Octavia Spencer vor die Kamera. Spencer, die damals den Oscar als beste Nebendarstellerin gewann, spielt in "Get On Up" Browns Tante "Honey", die den Buben großzieht. Davis mimt seine Mutter Susie, die vor dem gewalttätigen Ehemann wegläuft.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Zum Leben erweckt wird der schillernde Charakter in einer oscarreifen Performance von Chadwick Boseman, der in "42" den Baseball-Star Jackie Robinson dargestellt hatte. Verschiedene Lebensabschnitte dramatischen Zuschnitts perlen dahin, unterlegt mit dynamisch in Szene gesetzten Original-Musikeinlagen von Browns Hits. Kniefall vor einer Musikerlegende.

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