Do, 19. Oktober 2017

Ehre fürs Finale

26.08.2014 08:12

„Breaking Bad“ räumt erneut bei den Emmys ab

"Breaking Bad" heißt der Sieger der diesjährigen Emmys. Die letzte Staffel der düsteren Krimiserie räumte bei der Gala für die wichtigsten Fernsehpreise der Welt Montagnacht in Los Angeles kräftig ab. Gleich sechs der goldenen Statuen gewann das Team um Hauptdarsteller Bryan Cranston, fünf davon in wichtigen Kategorien. Auch der Emmy für die beste Dramaserie ging zum zweiten Mal an "Breaking Bad".

Zuvor hatten bereits Cranston als Haupt-, Aaron Paul als Nebendarsteller und Anna Gunn als beste Nebendarstellerin Emmys für die gefeierte Serie gewonnen. Auch das Drehbuch und die Kameraführung wurden ausgezeichnet. Insgesamt war "Breaking Bad", das in Österreich im ORF gezeigt wird, 16 Mal nominiert.

Gleich hinter "Breaking Bad" kam "True Detective" (Sky Atlantic HD). Die erste Staffel wurde gleich mit fünf Emmys gewürdigt. Matthew McConaughey und Woody Harrelson spielen zwei Ermittler im Sumpf des Verbrechens. McConaughey verpasste allerdings die Chance, als erster Schauspieler in einem Jahr Oscar ("Dallas Buyers Club") und Emmy ("True Detective") als bester Hauptdarsteller zu gewinnen. Den Emmy bekam Cranston. Bei den Frauen gewann Julianna Margulies (48) als "The Good Wife". Das war diesmal der einzige Emmy für die Serie.

Nur vier Preise für "Game of Thrones"
Öfter als jede andere Serie war "Game of Thrones" (RTL II) nominiert - 19 Mal! Erhalten hat sie vier Preise, allerdings in Nebenkategorien. Wie zu erwarten waren die für die besten Kostüme und die besten Spezialeffekte dabei. Enttäuscht konnten auch die Macher von "House of Cards" (Sky/ORF) sein. Die Serie war 13 Mal nominiert, gewann aber nur einen Emmy - und das nur in der kaum beachteten Kategorie Ton.

"House of Cards" lief in den USA nie im Fernsehen, sondern wurde für den Streamingdienst Netflix produziert. Das gilt auch für "Orange is the New Black" über eine junge New Yorkerin aus wohlhabender Familie, die aus Liebe und Langeweile Drogen schmuggelt und im Frauengefängnis landet. Die Serie ist ein Überraschungserfolg und bekam drei Emmys.

Beste Komödienserie wurde "Modern Family" (RTL Nitro) mit Ex-"Al Bundy" Ed O'Neill - zum fünften Mal in Folge. Die Serie war zehnmal nominiert und gewann drei Statuetten. So wurde Ty Burrell als bester Nebendarsteller in einer Komödie ausgezeichnet. Der 47-Jährige spielt den infantilen Familienvater Phil. Kurz danach bekam Allison Janney (54) die weibliche Variante des Preises für ihre Rolle in "Mom".

Komödienstars Louis-Dreyfus und Parsons räumen ab
Bei den Hauptdarstellern in der Comedy-Kategorie waren es - zum dritten Mal in Folge - Julia Louis-Dreyfus für ihre Darstellung der US-Vizepräsidentin in "Veep" (Sky Atlantic HD) und Jim Parsons ("The Big Bang Theory", ProSieben), der bereits zum vierten Mal abgeräumt hat. Parsons spielt Sheldon Cooper, einen brillanten, aber weltfremden und arroganten Wissenschaftler ("Meine Autobiografie wird den Titel 'Gern geschehen, Menschheit' tragen.").

Ex-Supermodel Heidi Klum (41) verpasste dagegen ihren zweiten Emmy. Der wichtigste Fernsehpreis der Welt ging am Montagabend in der Kategorie beste Moderation an Jane Lynch ("Glee", "Two and a Half Men") für die Promi-Spieleshow "Hollywood Game Night" - nicht an Klum und Comoderator Tim Gunn für ihre Sendung "Project Runway".

Eine besondere Ehrung erfuhr Robin Williams. Billy Crystal würdigte ihn als den Mann, "der uns alle zum Lachen brachte". Der begnadete Komödiant Williams, der auch in ernsten Rollen überzeugte, hatte sich genau zwei Wochen zuvor das Leben genommen.

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