Di, 21. November 2017

Streit um Erbe

10.08.2014 16:40

Frau feuert auf Neffen und erschießt sich selbst

Blutiges Ende eines Erbschaftsstreits im oberösterreichischen Pasching: Eine 84-Jährige schoss dreimal auf ihren 28-jährigen Neffen und traf ihn einmal in den Rücken. Weil sie im Haus verschwand, stürmte es die Cobra unter dem Einsatz von Blendgranaten - und fand am Küchentisch sitzend die sterbende Tante. Sie hatte sich selbst gerichtet.

"Das geht schon die ganze Zeit so, ständig wird gestritten und die Polizei war öfter da!" - Das angespannte Verhältnis von Brunhilde H. (84) und ihrem Neffen Mario S. (28) war in der Nachbarschaft bekannt. Seit etwa einem Jahr lebte der Jus-Student im Obergeschoß.

Sonntagmittag krachte es wieder, zuvor hatte sich die Witwe, die ihr Haus dem Vater ihres Neffen überschrieben haben soll, wieder einmal über den 28-Jährigen bei den Nachbarn beschwert. Dann gab es plötzlich Geschrei und Schüsse fielen. "Der junge Mann lag im Garten, war im Rücken getroffen, aber wir konnten uns noch unterhalten. Er meinte: 'Es wird wieder'", erzählte ein Nachbar.

Später wurde klar, dass die Tante mit dem vom Gatten geerbten 38er-Revolver drei Mal auf ihren Neffen geschossen hatte, der sich durch die Hintertür ins Freie retten wollte. Zwei Projektile steckten in der Tür.

Cobra brach Tür auf und fand sterbende Frau
Weil die 84-Jährige ins Haus zurückgegangen war und sich nicht meldete, wurde aus Angst, sie könnte auf Beamte schießen, die Cobra alarmiert: Diese stürmte das Haus, warf Blendgranaten. Doch wenig später war klar, dass von Brunhilde H. keine Gefahr mehr ausging. Sie hatte sich in der Küche hingesetzt und in den Kopf geschossen.

Der Notarzt brachte sie in die Nervenklinik Linz, wo sie wenig später verstarb. Ihr Neffe wurde im Unfallspital in künstlichen Tiefschlaf versetzt, er wird den Streit ums Haus überleben.

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