Di, 12. Dezember 2017

Kurioser Vorschlag

01.08.2014 06:00

Strafvollzug: Uniformen sollen abgeschafft werden

Fassungslosigkeit und Ärger in Österreichs Strafanstalten über ein internes Reformpapier. Geht es nach dem Vorschlag der Soziologen und Psychologen, würden unsere Gefängnisse bald Freizeittreffs gleichen: mit "Justizbetreuern ohne Uniform", Telefon in den Zellen, Internet und Ausgängen von 14 Tagen und mehr!

Im Strafvollzug ist vieles verbesserungsbedürftig. Doch die Reformvorschläge des Psychologischen und Sozialen Dienstes der Justizanstalt Suben - übers Internet mittlerweile in praktisch allen Gefängnissen des Landes bekannt - sind nach Ansicht echter Experten "eine ideologische Reform auf Kosten der Sicherheit".

Ein kurzer Auszug der Liste absurder Änderungsideen zeigt auf, warum:

  • Abschaffung der Uniformen und Einsatzgruppen
  • Abschaffung des Begriffs Justizwachebeamter, dafür die neue Berufsbezeichnung "Justizbetreuer"
  • Telefon in der Zelle (Festnetz, um angerufen werden zu können)
  • Internetzugang (Skype-Besuche und e-Mail-Verkehr in eigens dafür vorgesehenen Bereichen)
  • Mehr Sport- und Freizeitangebote (Kulturveranstaltungen, Gebetsgruppen, Matura, Fernstudium etc.)
  • Ausgangsregelung: Möglichkeit, um Ausgänge von 14 Tagen und länger zu konsumieren
  • Bessere Verdienstmöglichkeiten

Zusammengefasst: Therapie statt Strafe, sozialtherapeutische Rehabilitation.

"Das ist purer Schwachsinn und käme der Abschaffung des Strafvollzuges und einem Anschlag auf die Exekutive gleich. Strafe muss Strafe, und Gefängnis muss Gefängnis bleiben", kontert FPÖ-Nationalrat Christian Lausch.

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