Mi, 18. Oktober 2017

Bedrohte Art in OÖ

15.07.2014 08:23

Männchen verschwunden, dennoch Junge für Luchsdame

Mühevoller Start zur Wiederansiedlung von Luchsen im Reichraminger Hintergebirge: Zwei heimische und ein ausgewildertes Luchsmännchen sind spurlos verschwunden, dennoch bekam Luchsin "Kora" Nachwuchs – vermutlich vom zwei Jahre alten Jungen ihrer Kollegin "Freia". Gen-Tests sollen Klarheit bringen.

In den vergangenen Jahren waren aus der Schweiz die Luchse "Juro", "Freia" und "Kora" im oberösterreichischen Nationalpark ausgewildert worden. Vor zwei Jahren gab es dann den ersten Erfolg: Freia brachte Junge zur Welt - ein Männchen und zwei Weibchen.

Kein Lebenszeichen von männlichen Luchsen
Dann verschwanden plötzlich die männlichen Luchse: "Klaus" als ältestes Tier könnte eines natürlichen Todes gestorben sein, die jüngeren "Pankraz" und "Juro" hingegen könnten an Krankheit oder Verletzung erlegen, ebenso gut aber auch Wilderei zum Opfer gefallen sein. Jedenfalls gibt es von diesen drei Männchen seit 2013 kein Lebenszeichen mehr. Der GPS-Sender von Kuder Juro schickte am 8. Juni des Vorjahres das letzte Signal.

Überraschender Nachwuchs - Vater unbekannt
Im Jänner beschloss daher die Arbeitsgruppe, mit "Luka" ein neues Luchs-Männchen aus der Schweiz zu importieren, wenn es bis Juli keinen Hinweis auf die verschwundenen Männchen gibt. "Dazu gibt es mit der Schweiz bereits Gespräche", berichtet Luchs-Beauftragter Christian Fuxjäger. Überraschend warf dann Kora im Frühjahr Junge. "Vater könnte der Nachwuchs von Freia sein", so Fuxjäger. In einem Schweizer Labor werden nun DNA-Proben analysiert, um Klarheit zu bekommen.

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