Di, 21. November 2017

Nach Liebestrubel

20.04.2014 09:00

Osterfrieden bei Fritz Wepper und seiner Angela

Warum ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, das turbulente Leben von Angela und Fritz Wepper zu verfilmen? Vielleicht, weil alle die Herzblatt-Geschichten des Schauspielers für übertrieben halten würden – Open End inklusive.

"Um Himmels willen" würde man am liebsten den Hauptdarstellern dieser tatsächlich realen Reality-Komödie zurufen: Die (erweiterte) Familie Wepper lebt ein Beziehungsdrama, um das sie jeder Drehbuchautor beneiden müsste – das Pandämonium an Liebe und Hass, gegenseitigen Enttäuschungen, Verletzungen und Kränkungen würde für zwei Serien reichen. Vielleicht wissen die Protagonisten selber nicht mehr, ob sie nicht längst eingelernte Rollen spielen.

Was bisher geschah: Angela Wepper, 71, geborene Angela von Morgen, Ex-Frau von Ferfried Prinz von Hohenzollern, ist seit 35 Jahren Ehefrau des "Harry, hol den Wagen"-Schauspielers Fritz Wepper, 72. Das heißt: Ganz durchgängig verlief das übervolle Dritteljahrhundert nicht, anno 2009 scherte der Mime aus, verließ die Gattin und verband sich mit der Kamerafrau und Regisseurin Susanne Kellermann, 36. Drei Jahre später kehrte er reuig in die Arme der immer noch Angetrauten und somit in die idyllische Villa am Tegernsee zurück – nicht ohne zwischenzeitlich mit Frau Kellermann ein Kind gezeugt zu haben. Filippa ist heute zwei Jahre alt.

"Heiße Liebe ist hier keine"
Angela zeigte sich wieder traut und innig mit ihrem Fritz – bis zum heurigen Februar. Da verkündete sie auf einmal, dass sie sich "wie ein ausgelutschter Pantoffel" fühle, dass ihr Mann sie "beleidigt und verunglimpft" hätte und sie deshalb das gemeinsame Haus verlassen werde. Und damit Fritz auch gewiss davon erfährt, machte sie ihren geplanten Abschied via "Bild"-Zeitung publik, pfefferte ihr Geständnis mit knackigen Zitaten wie "Mein Leben ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen" oder "Heiße Liebe ist hier keine, es geht alles drunter und drüber". Mit dem Mann direkt zu sprechen, dazu hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Gelegenheit gehabt, Herr Wepper war blöderweise grad in den USA.

Den Mietvertrag ihrer neuen Wohnung hatte sie auch noch nicht unterschrieben – klar, keine Zeit mit all den Interviews und so. Das Versäumnis erwies sich aber als glückliche Fügung, denn es folgte eine jener dramatischen Kehrtwenden, die im Film immer so aufgesetzt wirken: die völlig unerwartete Versöhnung.

Versöhnung auf der Holzveranda
Wir müssen uns das etwa so vorstellen: Frau Wepper sitzt auf der Holzveranda des ehelichen Hauses, neben sich die gepackten Koffer, der Deutsch-Drahthaarhund "Aaron" wedelt fahrig durchs Bild. Sinnend denkt sie daran, was sie schon so alles über den alten Fritz gesagt hat: Er sei "ein Feigling", "saublöd", "ein Rumtreiber". Und sie wisse gar nicht, ob sie "ihn mit seinen Fehlern wiederhaben will".

Und plötzlich steht er da, mit seinem waidwunden Seehundeblick, breitet die Arme aus, geht auf sie zu, beiden steigen die Tränen in die Augen, aller Schmerz, alle Wut, alles Abschiednehmen ist vergessen, drei gemeinsame Jahrzehnte wirft man nicht einfach so weg. Angela und Fritz reisten nach Mexiko, wo die karibische Sonne auf ihr wiedergefundenes Glück schien. Von Trennung soll nie wieder die Rede sein. Bleiben Sie dran.

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