Sa, 25. November 2017

Ungleicher Kampf

03.04.2014 16:50

Rüde „Bronco“ wurde auf Donauinsel zum Biber-Opfer

Auf schmerzvolle Weise hat American Staffordshire Terrier "Bronco" (Bild) auf der Wiener Donauinsel Bekanntschaft mit einem Biber gemacht. Der Rüde war dem Bau des Nagers offenbar zu nahe gekommen - das Wildtier griff an. Während sich der Hund langsam erholt, schrillen vor der angehenden Badesaison die Alarmglocken.

Es war ein kurzer, intensiver - und ungleicher Kampf. Der American Staffordshire Terrier war praktisch chancenlos, der Biber hatte im hüfthohen Wasser klaren Heimvorteil. Ein Maulkorb behinderte den friedlichen Rüden zusätzlich. "Bronco ging wie immer nach einem ausgedehnten Spaziergang abkühlen. Da sah ich, wie der Biber aus seinem Bau schoss", schildert Julia Bürger. Und dann jaulte der Hund auf. "Das war so laut, ich kann es gar nicht beschreiben."

Die Kindergärtnerin brachte ihren Liebling blutüberströmt zum Tierarzt. Dort wurde erst das ganze Ausmaß der Verletzungen sichtbar. Der Nager hatte Bronco ganze Muskelfetzen aus der Hüfte gerissen - Not-OP! Zwar geht es dem Vierbeiner schon wieder besser, doch der Ärger und die Sorge sind der jungen Frau anzumerken.

Forstamt "bedauerte Angriff in vier Worten"
Ärger über die Behörden: "Ich habe den Vorfall dem Forstamt gemeldet. Die haben in vier Worten den Angriff bedauert, dafür minutenlang Werbung gemacht, wie toll es nicht ist, dass sich so viele Biber in Wien ansiedeln." Tatsächlich haben sich in der Bundeshauptstadt bereits mehr als 250 Biber angesiedelt, die Stadt rühmt sich nicht zu Unrecht mit ihrem intakten Ökosystem.

Doch die Attacke wirft Fragen auf, denn ein kleinerer Hund hätte den Angriff wohl nicht überlebt. Und dass im Sommer auf der beliebten Freizeitoase im Entlastungsgerinne auch gerne Kinder plantschen, ist bekannt.

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