Sa, 18. November 2017

Wertvolle Erkenntnis

07.01.2014 08:28

Hunde koten mit Bedacht auf irdisches Magnetfeld

Hunde scheinen sich bei der Erledigung ihres Geschäfts am Magnetfeld der Erde zu orientieren. Das berichten Forscher der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Tschechischen Agraruniversität Prag in der Fachzeitschrift "Frontiers in Zoology".

Dass die Tiere die Ausrichtung des Feldes spüren, wurde ihnen klar, als sie ihre Daten zur Körperhaltung der Vierbeiner mit Aufzeichnungen über die Schwankungen des Erdmagnetfeldes verglichen. Die bevorzugte Ausrichtung während der Entleerung richtet sich demnach entlang der aktuellen Nord-Süd-Achse aus, wie es in einer Aussendung hieß.

70 Hunde beim Koten beobachtet
Die Wissenschafter sammelten über einen längeren Zeitraum hinweg Daten darüber, in welcher Körperhaltung insgesamt 70 Hunde verschiedener Rassen ihrem Geschäft nachgingen. Dabei kamen über 7.000 Beobachtungen von verschiedenen Hundebesitzern zusammen, die Informationen über die jeweils herrschenden Umweltbedingungen, den Ort, die Tageszeit und die Bekanntheit des Terrains bei dem jeweiligen Ereignis Auskunft gaben. Erste statistische Auswertungen zeigten aber kein spezielles Muster, an dem die Tiere ihren Körper ausrichteten.

Tiere richten sich an Nord-Süd-Achse aus
Dann brachten die Forscher genaue Daten zum jeweiligen Stand des magnetischen Feldes der Erde ins Spiel. Die hinsichtlich dieser Informationen neu sortierten Daten ergaben plötzlich Sinn: "Die Hunde richteten sich nämlich sehr wohl vorzugsweise entlang der magnetischen Nord-Süd-Achse aus. Allerdings taten sie dies nur in den Phasen, in denen das Erdmagnetfeld ruhig war. Auch unsere beliebten Vierbeiner besitzen also nachweislich eine Magnetwahrnehmung", so der Wissenschaftler Hynek Burda von der UDE.

Wertvolle Erkenntnisse
Dieser laut den Forschern überraschende Befund könnte einer der Gründe dafür sein, warum sich Hunde besonders gut orientieren können. Burda: "Für die Wissenschaft ist es auf jeden Fall ein ungeheuer wertvoller Befund. Denn trotz aller Erkenntnisse aus der Zugvogel-Forschung ist der Magnetsinn der Tiere noch immer nicht verstanden." Ähnliche Eigenschaften hatten die UDE-Zoologen nach ihren Angaben zuvor bereits bei grasenden Kühen, jagenden Füchsen oder landenden Wasservögeln festgestellt.

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