Mo, 20. November 2017

Wildschwein verfehlt

27.11.2013 11:18

Jäger erschießt aus Versehen 3 Kühe des Ortschefs

Damit hat der Bürgermeister einer kleinen Gemeinde in Niederösterreich wohl nicht gerechnet. Weil es seit geraumer Zeit vermehrt zu Schäden durch Wildschweine gekommen war, übte er laut eigener Aussage "ein bisserl einen Druck auf die Jäger aus", um das Problem schnell in den Griff zu bekommen. Was dann passierte, kann er jedoch nicht fassen: Ein Jäger erschoss aus Versehen ausgerechnet drei Kühe des Ortschefs.

Wie der ORF am Mittwoch berichtete, hatte sich der Vorfall Mitte November in der Gemeinde Prigglitz im Bezirk Neunkirchen ereignet. "Es war so, dass in der Nacht von 11. auf 12. November zu Mitternacht einige Jäger vor unserer Haustür gestanden sind und die Nachricht kundgetan haben, dass bei der Jagd auf Wildschweine ein Missgeschick passiert ist und eine von unseren Kühen versehentlich erschossen worden ist", so Franz Teix, Bürgermeister der Gemeinde.

Wildschweine liefen auf Kuhweide
Wie die Jäger erklärten, seien die Wildschweine auf eine Wiese gelaufen. Beim Versuch, eines der Tiere zu erschießen, habe dann ein Kollege versehentlich die Kuh getroffen. Erst einige Tage später stellte sich heraus, dass in besagter Nacht noch zwei weitere Kühe durch Schüsse verletzt wurden. Alle drei Tiere verendeten.

Bürgermeister Teix zeigte sich im Gespräch mit dem ORF entsetzt. Er selbst habe aufgrund der vermehrten Schäden durch Wildschweine die Jäger darauf hingewiesen, rasch etwas zu unternehmen. "Es war eigentlich von mir aus ein bisserl ein Druck auf die Jäger, doch endlich was dagegen zu unternehmen, nachdem man die guten Tiere nicht von der Wiese streicheln kann, sondern definitiv nur mit einer entsprechenden Bejagung und Reduktion die Wildschweinschäden in dem Bereich verringern kann."

Bürgermeister: "Es tut mir persönlich weh"
Dass nun anstatt der Wildschweine drei seiner Kühe das Zeitliche gesegnet haben, sei sehr schmerzlich für Teix: "Es ist bedauerlich, und mir tut es auch persönlich weh - und der ganzen Familie, die mit den Kühen betraut war." Eines der erschossenen Tiere sei zudem "die beste Kuh im Stall" gewesen. Daher sei auch der finanzielle Schaden beträchtlich.

Wie es nun weitergeht, wird die zuständige Behörde entscheiden. Seit Montag ist der Fall der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen bekannt. Den Jagdschein muss der Jäger vermutlich abgeben.

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