Sa, 18. November 2017

Viele Vorarlberger

26.11.2013 08:39

Bereits 19.000 Selbstanzeigen von Steuersündern

Nach Inkrafttreten des Steuerabkommens zwischen Österreich und der Schweiz Anfang dieses Jahres haben sich schon mehr als 19.000 Steuersünder freiwillig beim Finanzamt angezeigt, berichtete das ORF-Radio am Dienstag. Fast die Hälfte davon stamme aus Vorarlberg, schätzt Jürgen Reiner, Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder im Ländle.

Diese Anzeigenflut bringt auch die Steuerberater im Land an ihre Grenzen. Zwar nehme nur etwa ein Drittel der Selbstanzeiger auch einen Steuerberater in Anspruch, schätzt Reiner - dennoch seien die meisten Steuerbüros Vorarlbergs derart ausgelastet, dass kaum mehr neue Kunden angenommen werden.

Und auch das Finanzministerium ist bei der Bearbeitung der Flut an Steuersündern gefordert. Es bestehe ein Bedarf an neuem Personal, sagte Daniela Kinz, Sprecherin des Finanzministeriums. Im Moment würden jene Fälle, die mit Ablauf des Jahres zu verjähren drohen, in der Bearbeitung vorgezogen.

Das Steuerabkommen trat Anfang 2013 in Kraft. Zuvor unversteuertes Geld aus Österreich auf Schweizer Konten soll dadurch versteuert werden. Dabei konnten sich die österreichischen Kunden bei Schweizer Banken entscheiden, ob sie ihr dort veranlagtes Kapital mittels einer Einmalzahlung versteuern, wobei das Konto weiterhin anonym bleibt, oder die Meldung ihrer Veranlagungen durch die Schweiz an Österreich in Kauf nehmen - was laut Abkommen dann als Selbstanzeige gilt.

Die Einmalzahlung beträgt 15 bis 30 Prozent, bei hohen Beträgen maximal 38 Prozent des Kapitals. Ungleich günstiger kommt laut Experten die freiwillige Meldung beim österreichischen Finanzamt bzw. die Selbstanzeige.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden