Sa, 21. Oktober 2017

Dachstuhl brannte

19.08.2013 08:51

Einsatzleiter: „Meine Männer haben alles gegeben“

Kräfteraubender Einsatz für die Feuerwehr im Salzburger Hallein: Mitten in der Nacht auf Sonntag hat der Dachstuhl eines Hauses in der Altstadt Feuer gefangen. Die Bewohner konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Die Helfer löschten und versuchten alles, um die angrenzenden Gebäude vor dem Brand zu bewahren. "Es war ein schwieriger Einsatz. Meine Männer haben aber alles gegeben", so Feuerwehrkommandant Rudolf Wessely.

Flammen schlugen aus dem Dach heraus, rundherum trat dichter Rauch aus - Passanten schlugen um 2.45 Uhr bei der Feuerwehr Alarm. Es brannte ausgerechnet in einem alten Haus in der engen Altstadt am Florianiplatz - der Stelle, an dem früher die Feuerwehr ihr Zeughaus hatte. Kommandant Wessely rückte mit 37 Mann und sechs Fahrzeugen binnen weniger Minuten zum Brandort aus.

Zwei Pensionistinnen aus Haus gerettet
In dem Haus sind drei Wohnungen untergebracht. Ein Mieterpaar war auf Urlaub. "Die zwei älteren Damen, die auch dort wohnen, haben gar nichts mitbekommen. Die haben wir rausgeklingelt. Als wir ankamen, war sogar noch die Eingangstür versperrt", schilderte Wessely. Zur Sicherheit wurden auch die sechs Mieter und ihre Kinder aus den beiden Nachbarhäusern evakuiert.

"Der Dachstuhl und der Dachboden standen in Vollbrand. Da schlugen überall die Flammen raus. Wir haben mit der Drehleiter probiert zu löschen. Aber das ist bei einem Blechdach, wie es dort oben war, sinnlos. Da wäscht du nur das Dach ab", erklärte Wessely. Ein - wie Wessely lobte - besonders mutiger Atemschutztrupp wagte sich dann über das enge Stiegenhaus bis in den vierten Stock vor. Dort gelang es den Männern binnen 20 Minuten, mit zwei Schläuchen und Hohlstrahlrohren den Brand unter Kontrolle zu bringen.

In der Zwischenzeit kümmerte sich ein zweiter Trupp darum, dass die Flammen nicht auf die eng angebauten Nachbarhäuser übergriffen. Damit war es aber noch nicht getan: Unter dem Blechdach waren noch Dutzende Glutnester versteckt. "Wir haben das Innendach aufgeschnitten und mit einer Wärmebildkamera nach den Glutnestern gesucht", so Einsatzleiter Wessely. Erst um 6 Uhr konnte schließlich "Brand aus" gemeldet werden.

Frauen konnten bei Nachbarn übernachten
Der Schaden am Dachboden und am Dachstuhl ist beträchtlich. Auch das Blechdach selbst ist schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Die zwei älteren Damen, die im Haus wohnen, kamen vorerst bei Nachbarn unter. Ihre Wohnungen wurden grundsätzlich nicht in Mitleidenschaft gezogen, es hält sich aber überall noch der Brandgeruch. "Da muss eine Brandschadenfirma ran, damit der Gestank weggeht. Sie brauchen auch ein Trocknungsunternehmen wegen des Wassers", so Wessely.

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