Di, 21. November 2017

EM-Auftakt

31.07.2013 14:29

Doppler/Horst gewinnen, Pleite für Huber/Seidl

Österreichs Medaillenanwärter sind am Mittwoch in Klagenfurt unterschiedlich in den Herrenbewerb der Beachvolleyball-EM gestartet. Während Clemens Doppler (rechts im Bild)/Alexander Horst (links) im bereits fast vollen Stadion am Wörthersee gegen die Italiener Matteo Cecchini/Paolo Ingrosso klar mit 2:0 (15, 17) gewannen, mussten sich die Lokalmatadore Alexander Huber/Robin Seidl den Schweden Hannes Brinkborg/Stefan Gunnarsson 0:2 (-19, -24) geschlagen geben.

Der zweifache Europameister Doppler gab sich nach dem Auftakterfolg gegen das erst kürzlich neu formierte italienische Team aber selbstkritisch. "Das war sicher nicht unserer bestes Beachvolleyball, da ist noch Luft nach oben", meinte Doppler und sprach weiters von einer ohne Glanz erfüllten Pflichtaufgabe.

"Das ist ein Hammerlos"
Gegen Richard Schuil/Reinder Nummerdor (NED) und Piotr Kantor/Bartosz Losiak (POL) sei vor allem beim Service eine Steigerung nötig. "Wir spielen gegen die dreifachen Europameister und Vorjahressieger und gegen die U23-Weltmeister, das ist ein Hammerlos. Aber da heißt es: Augen zu und durch." Auch Horst war mit der Leistung nicht restlos zufrieden. "Aber wichtig ist, dass man auch gewinnt, wenn man nicht so gut spielt."

Huber/Seidl haben "nicht gut gespielt"
Das gelang Huber/Seidl gegen die als Nummer 26 gesetzten schwedischen Routiniers nicht. "Das hätte eigentlich ein Pflichtsieg werden sollen. Aber es war ein Krampf, ins Spiel zu finden", ärgerte sich Huber. Im zweiten Satz vergab das Duo drei Satzbälle und haderte danach auch mit einer Schiedsrichterentscheidung.

"Wir haben einfach nicht gut gespielt", bekannte Seidl, beklagte aber auch Pech in entscheidenden Situationen. Im Vergleich zu Doppler/Horst haben sie mit Mirco Gerson/Alexei Prawdzic (SUI-24) und Michal Kadziola/Jakub Szalankiewicz (POL-9) aber das vermeintlich leichtere Restprogramm. Jetzt müsse der Pflichtsieg für den Aufstieg eben am Donnerstag gegen die Schweizer her, ergänzte Huber.

Freud und Leid auch bei ÖVV-Jungstars
Auch für die jungen ÖVV-Teams gab es Freud und Leid. Das Wildcard-Team Thomas Kunert/Lorenz Petutschnig feierten ein überraschendes 2:1 (16, -19, 10) gegen die routinierten Norweger Iver Andreas Horrem/Geir Eithun. Daniel Müllner/Jörg Wutzl bezogen ein deutliches 0:2 (-13, -18) gegen die Russen Konstantin Semenow/Jaroslaw Koschkarew.

Die Underdogs Kunert und Petutschnig zeigten sich überwältigt. "Das ist wirklich der Wahnsinn", meinte der im Entscheidungssatz mit mehreren Blocks glänzende Petutschnig (20). Er verwies aber auch auf die nächsten starken Gegner. Das Duo bekommt es noch mit zwei lettischen Teams zu tun, darunter die topgesetzten Janis Smedins/Aleksandrs Samoilovs. Keine Chance hatten hingegen die beiden 23-jährigen Müllner und Wutzl gegen die zuletzt beim World-Tour-Turnier siegreichen Russen.

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