Mi, 22. November 2017

Völlig überfordert

04.11.2012 19:03

NÖ: Mann erschießt kranke Ehefrau und richtet sich selbst

Mord und Selbstmord in Reisenberg in Niederösterreich: Ein 72-jähriger Mann hat am Sonntag seine gleichaltrige, pflegebedürftige Ehefrau getötet und sich danach selbst erschossen, teilte Oberst Klaus Preining vom Landeskriminalamt mit. Der Mann hatte vor der Bluttat einen Abschiedsbrief hinterlassen.

Wie jeden Tag wollte der Sohn des Ehepaares Sonntagmittag das Essen vorbeibringen. Im Schlafzimmer des Hauses machte der Mann dann die schreckliche Entdeckung: Sein Vater Ernst P. lag tot am Boden, seine Mutter Irmgard leblos im Bett. Sofort alarmierte der Sohn die Einsatzkräfte - doch für das beliebte Ehepaar kam jede Hilfe zu spät. Ein im Haus gefundener Abschiedsbrief, verfasst von Ernst P., brachte dann die ganze Dramatik der Bluttat ans Licht.

Nach Schlaganfall auf Pflege angewiesen
Demnach war der 72-Jährige mit der Situation um seine kranke Frau und ihrer Pflege völlig überfordert gewesen. Irmgard P. hatte erst im Mai einen schweren Schlaganfall erlitten und war seit dem Schicksalsschlag auf fremde Hilfe angewiesen.

Um seine Gattin und sich selbst von den Qualen zu erlösen, fasste der 72-Jährige am Sonntag den äußerst tragischen Entschluss: Der Pensionist griff zu seiner registrierten Pistole und erschoss damit seine Frau, die im Bett lag. Danach nahm er sich selbst das Leben.

Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die geschockten Angehörigen des Ehepaars.

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