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10.06.2012 12:00

Helikopter auf dem Weg nach Salzburg abgestürzt: 4 Tote

Vier Insassen eines aus Österreich stammenden Miet-Helikopters auf dem Weg nach Salzburg sind am Samstag bei einem Absturz in Oberbayern ums Leben gekommen. Die Absturzstelle an einem Waldrand glich laut Augenzeugen einem riesigen Trümmerfeld. Für die zwei Männer und zwei Frauen kam jede Hilfe zu spät. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Polizei um deutsche Staatsbürger. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar.

Bei Teisendorf, südlich der Autobahn München – Salzburg, hatten Bewohner einer Ortschaft gegen 17.15 Uhr zunächst einen lauten Knall vernommen. Schnell war klar, dass es sich um einen Absturz handelte. Sie alarmierten die Rettungskräfte.

Der Absturzort befindet sich in steilem Gelände - an einem Hang, etwa 200 Meter von einem Gehöft entfernt. Nach ersten Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Hubschrauber in dem Waldstück in etwa 15 bis 20 Metern Höhe Bäume streifte und danach abstürzte. Zahllose Äste lagen am Boden, dazu Tausende Trümmerteile. Ein Rotorteil hing noch in den Bäumen. Am Boden sei der Hubschrauber laut Polizei dann in Brand geraten.

Pilot kündigte Salzburger Tower Notlandung an
Es gibt Hinweise, nach denen der Pilot durch plötzlich auftretenden Nebel beziehungsweise dichte Wolken die Orientierung verlor. Zum Unfallzeitpunkt, so bestätigte die Polizei, herrschten sehr schlechte Sichtbedingungen mit tief hängenden Wolken.

Der Pilot habe vor dem Absturz noch einen Funkspruch an den Tower des Flughafens Salzburg abgesetzt, sagte Markus Pohanka, Sprecher von Austro Control. Er habe angekündigt, er müsse wohl eine Notlandung vornehmen. "Dann ist der Funkkontakt abgebrochen, der Hubschrauber ist vom Radarschirm verschwunden", erklärte Pohanka.

Befand sich auf Überführungsflug nach Salzburg
Der in Österreich registrierte Miet-Hubschrauber vom Typ Robinson R44 befand sich auf einem Überführungsflug von Worms/Rhein nach Salzburg, wie die Polizei mitteilte. Bei einem Tankstopp am Flughafen in Augsburg stiegen zu dem 26-jährigen Piloten die drei Passagiere in das für vier Personen zugelassene Fluggerät zu.

Bei den Passagieren handelt es sich laut Polizei um einen 29-jährigen Mann sowie zwei Frauen im Alter von 22 und 25 Jahren. Alle vier Insassen stammen aus dem Raum Lauf/Pegnitz im bayerischen Landkreis Nürnberger Land.

Wegen des unwegsamen Geländes und der schlechten Witterung gestaltete sich die Bergung der Trümmer für die Einsatzkräfte schwierig. "Alle Wrackteile werden sichergestellt und dem Bundesamt für Flugunfalluntersuchung zur Verfügung gestellt. Die Ermittlungen zur Klärung der Absturzursache werden noch längere Zeit in Anspruch nehmen", teilte die Polizei mit. Über eine sogenannte Blackbox habe der Hubschrauber nicht verfügt.

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