Sa, 20. Jänner 2018

Doping-Affäre

27.06.2005 22:20

Hans Knauß muss weiter auf ein Urteil warten

Der "Tag X" für Hans Knauß hat sich verschoben: In Lausanne ist am Montagvormittag vor dem Obersten Sportgericht zwar nochmals über die Dopingsperre verhandelt worden, ob sie von 18 auf zwölf Monate reduziert wird, ist aber noch nicht entschieden. Damit geht das Warten für den Schladminger weiter.

Hans Knauß ist vom Internationalen Sportgericht zwar angehört worden, das Urteil, mit dem fix für Montag gerechnet wurde, steht allerdings noch aus. Es wird in den nächsten Tagen schriftlich mitgeteilt. Zuvor wird noch beraten. Knauß Anwalt Christian Flick rechnet mit einem Bescheid gar erst im Laufe der kommenden Woche.

Karriere vor dem Ende?
Was sagt der Betroffene selbst zur neuerlichen Verzögerung? "Mir ist lieber, das Urteil fällt erst in ein paar Tagen und dafür in meinem Sinne", so Knauß, der sich berechtigte Hoffnungen auf eine Reduzierung, die auch vom Vorsitzenden des österreichischen Anti-Doping-Comites, Karl-Heinz Demel unterstützt wurde, macht. Sollte die Sperre nicht von 18 auf zwölf Monate heruntergesetzt werden, müsste Knauß einen weiteren Winter aussetzen, was wohl das Karriere-Ende des Steirers bedeuten würde.

Nandrolon-Wert zu hoch
Knauß war bei den Überseerennen in Lake Louise im Vorjahr mit einem erhöhten Nandrolon-Wert getestet und gesperrt worden. Der ÖSV-Star führte diese erhöhten Werte auf ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel zurück.

Das könnte Sie auch interessieren
Für den Newsletter anmelden