Fr, 25. Mai 2018

Heftiger Streit

13.04.2012 09:44

"Basic Instinct"-Autor wirft Gibson Antisemitismus vor

Zwischen Hollywoodstar Mel Gibson (56) und "Basic Instict"-Autor Joe Eszterhas (67) ist ein heftiger Streit entbrannt. In einem neunseitigen Brief, der auf der Filmwebseite "Thewrap.com" veröffentlicht wurde, wirft der Drehbuchschreiber Gibson Antisemitismus vor und lässt sich über angebliche Wutausbrüche und Drohungen des Stars aus.

Gibson feuerte in einer Stellungnahme am Donnerstag zurück, dass die meisten Behauptungen "absolut erfunden" seien. Auslöser für das Wortgefecht ist ein geplatztes Filmprojekt, für das Eszterhas das Drehbuch liefern sollte.

Das Studio Warner Bros. habe kürzlich den von Gibson geplanten Film über den jüdischen Freiheitskämpfer Judas Makkabäus aus dem zweiten Jahrhundert auf Eis gelegt, berichtete das Branchenblatt "Hollywood Reporter" am Mittwoch. Dem Studio habe das Drehbuch von Eszterhas nicht gefallen, hieß es. Gibson wollte den Film über seine eigene Firma produzieren und möglicherweise auch die Regie oder die Hauptrolle übernehmen.

Eszterhas schrieb daraufhin an Gibson: "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der Grund, dass du 'The Maccabees' nicht drehen willst, der hässlichste von allen ist. Du hasst Juden." In seiner Antwort an Eszterhas, die Gibson unter anderem der "Los Angeles Times" zustellte, beschwert sich der Regisseur und Schauspieler über den Entwurf. "In 25 Jahren Arbeit mit Drehbüchern habe ich noch nie einen derart unzulänglichen Entwurf und eine größere Zeitverschwendung gesehen", wetterte Gibson.

Schon bei der Bekanntgabe von Gibsons Filmplänen im vorigen September hatte der Hollywoodstar, der 2006 mit antisemitischen Äußerungen Schlagzeilen machte, Kritik einstecken müssen. Gibson habe Juden gegenüber nichts anderes als "Feindseligkeit und Respektlosigkeit" gezeigt, klagte damals Rabbi Marvin Hier vom Simon Wiesenthal Center in Los Angeles.

2006 war Gibson in Kalifornien betrunken am Steuer festgenommen und einem Beamten gegenüber ausfallend geworden. Er entschuldigte sich später für seine antisemitischen Schimpftiraden. Er sei kein Antisemit und suche unter anderem den Dialog mit jüdischen Gruppen, um seine Probleme in den Griff zu bekommen, sagte Gibson damals.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden