Do, 14. Dezember 2017

"Earth Hour" 2012

01.04.2012 11:30

Weltweites "Licht aus" für den Klimaschutz

Auf der ganzen Welt sind am Samstagabend Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten für den Umweltschutz in Dunkelheit gehüllt worden. Ob an der chinesischen Mauer, dem Big Ben in London, dem Eiffelturm in Paris oder dem Schloss Schönbrunn in Wien - zur "Earth Hour" blieb die Beleuchtung jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde ausgeschaltet. Aufgerufen zu der Aktion hatten die Umweltschützer vom WWF.

"Von Peking bis Berlin, von Singapur bis San Francisco, heute Nacht machen die Menschen ihre Lichter aus, um ihre Sorge über die Zukunft unseres Lebens auf diesem Planeten zu zeigen", sagte der Generaldirektor des WWF, Jim Leape, in Rom, wo ebenfalls an bekannten Wahrzeichen und im Vatikan die Beleuchtung für eine Stunde ausgeschaltet wurde. Der "Earth Day" wurde vom WWF weltweit in über 150 Ländern koordiniert. Die "Earth Hour" begann gestern in Samoa mit dem Abschalten der Lichter des Internationalen Flughafens.

"Indem wir das Licht ausschalten, setzen wir ein Symbol für erneuerbare Energien weltweit. Die Energie der Zukunft muss sauber und bezahlbar sein", erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

Auch Österreich machte mit
In Österreich haben 2012 mehr als 30 Städte und Gemeinden sowie zahlreiche Unternehmen und mehrere Organisationen teilgenommen. Außerdem sagten Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann und Umweltminister Nikolaus Berlakovich zu, die Lichter in ihren Gebäuden abzuschalten.

"Dieses Jahr kamen 15 Länder und 1.200 Städte weltweit hinzu. Mit diesem Ergebnis wurden alle unsere Erwartungen übertroffen. Das ist ein weltumspannendes Zeichen der Menschheit für einen anderen Umgang mit unserem Planeten vor dem Erdgipfel in Rio de Janeiro und der Klimakonferenz in Katar", sagte WWF-Österreich-Sprecher Franko Petri zum Ergebnis.

Nach Angaben des WWF beteiligten sich auch Menschen in ehemaligen Kriegsländern wie Libyen und Irak an der Aktion. Auch am höchsten Wolkenkratzer der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai, seien die Lichter ausgeschaltet worden, ebenso am etwas kleineren Burj al-Arab. In Russland folgten laut WWF rund 15 Millionen Menschen dem Aufruf und schalteten ihr Licht für den Umwelt- und Klimaschutz eine Stunde lang aus.

Via Internet organisiert
Eine besondere Stellung nehme das Internet bei der Organisation der "Earth Hour" ein. Mehr als 100.000 Menschen hätten sich in den ersten zwölf Stunden auf der Homepage der Aktion an einem Wettstreit für den Umweltschutz beteiligt und Aktionen angekündigt, teilte der WWF mit.

"Die sozialen Netzwerke verbinden nicht nur die Welt, sie sind zu den wichtigsten Organisationsmitteln für die Bürger geworden, um zu handeln. Menschen aus mehr als 150 Ländern rund um die Welt machen sich die Macht der Online-Plattformen zunutze, um sich physisch um die Zukunft des Planeten zu kümmern", sagte "Earth Hour"-Mitbegründer Andy Ripley.

Auf elektrisches Licht verzichten
Die Idee zur "Earth Hour" entstand 2007 im australischen Sydney. 2,2 Millionen Haushalte schalteten damals für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Nach WWF-Angaben verzichteten 2011 weltweit bereits 1,8 Milliarden Menschen für eine Stunde auf elektrisches Licht.

Bilder der "Earth Hour" 2012 findest du in der Infobox!

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