Mo, 22. Jänner 2018

Sparefrohs

01.06.2005 11:46

Österreicher sparen auch bei Lebensmitteln

Der Lebensmittelhandel leidet unter der zunehmenden Sparsamkeit der Österreicher, die sich auch in diesem Punkt als Sparefrohs erweisen und immer häufiger zu Billigprodukten greifen. Daher werden immer öfter Aktionen gefahren, um die Kunden bei der Stange zu halten. Bereits ein Viertel der Umsätze wird mit Angeboten gemacht.

Insgesamt sieht sich der Lebensmittelhandel in Österreich mit stagnierenden Umsätzen konfrontiert. In erster Linie profitieren davon natürlich die Kunden, die in den Regalen vermehrt Qualitätsprodukte zum Kampfpreis vorfinden.

Dadurch können die Händler zumindest verhindern, dass die Zahlen rückläufig sind. Mit Aktionen und Angeboten haben immerhin stagnierende Umsätze zur Folge, verlautbart das Marktforschungsinstitut ACNielsen in einer aktuellen Studie.

Diskonter lachen sich ins Fäustchen
Ins Fäustchen lachen sich aber auch Diskonter wie Hofer und Lidl, deren Umsatz auf 2,86 Milliarden Euro geschätzt wird, was einem Anteil von fast 20 Prozent am gesamten Lebensmittelhandel bedeutet. Rechnet man die im ACNielsen-Universum enthaltenen Diskontformate (Mondo/Penny, Zielpunkt/Plus) hinzu, liegt dieser Anteil sogar bei 28,4 Prozent. Österreich liegt damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 16 Prozent.

Kleine Kaufleute verlieren
Auch die Verlierer der "Geiz ist geil"-Mentalität stehen fest: Es sind die kleinen Kaufleute, von denen viele zusperren müssen. Gab es vor 15 Jahren noch 20.000 Lebensmittelgeschäfte in Österreich, so ist diese Zahl inzwischen auf nur noch 6.400 gesunken.

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