So, 19. November 2017

Stark unterkühlt

21.01.2012 11:35

Mann in Lederhosen saß vier Stunden auf Berg fest

Auf eine kräfteraubende Suchaktion haben sich Salzburger Bergretter in Großarl in der Nacht zum Freitag begeben müssen: Zwei Skifahrer aus dem Burgenland hatten sich nach einer offenbar ausgiebigen Hüttengaudi am Kreuzkogel verfahren und mit dem Handy um Hilfe gerufen. Einer der Männer hatte lediglich eine kurze Lederhose an und musste stark unterkühlt ins Spital gebracht werden.

Gegen 20 Uhr war die Urlaubergruppe aus dem Burgenland nach einer längeren Hüttengaudi mit den Skiern vom Kreuzkogel ins Tal gefahren. Zwei Männer kamen dabei allerdings von der Piste ab und gerieten in der Dunkelheit ins steile Gelände – bis sie schließlich völlig die Orientierung verloren und nicht mehr weiterkamen.

"Mussten die Männer abseilen"
Gegen 22 Uhr alarmierten sie schließlich die Hilfskräfte. "Wir stiegen mit 15 Leuten auf", berichtete Ignaz Hettegger, Chef der Bergrettung in Großarl, mit dabei auch Helfer vom Roten Kreuz und den Bergbahnen. Nach zwei Stunden fanden die Helfer die Vermissten im bauchtiefen, nassen Schnee im Hubwald (Bild). Einer der Männer war nur mit einer kurzen Lederhose und eine dürftigen Oberbekleidung ausgestattet.

Schwere Verkühlungen an Beinen erlitten
"Ein schwieriger Einsatz, nachdem sich die beiden in ein wirklich felsiges und steiles Gelände verirrt hatten", schilderte Hettegger, "wegen der Felsabbrüche und dem steilen Gelände mussten wir die Männer abseilen", so der Chef der Bergrettung. Kurz nach Mitternacht war der harte, kräfteraubende Einsatz erledigt. Der Burgenländer in der Lederhose musste mit teils schweren Verkühlungen an den Beinen ins Spital nach Schwarzach gebracht werden.

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