Sa, 26. Mai 2018

An Fluch geglaubt

24.12.2011 13:28

"Hellseherin" knöpfte Grazerin 10.000 Euro ab

Eine Grazer Pensionistin ist knapp vor Weihnachten einer Betrügerin aufgesessen. Die Unbekannte hatte sich mit "hellseherischen Fähigkeiten" das Vertrauen der 49-Jährigen erschlichen. Als sie ihr eröffnete, dass auf ihr ein Fluch laste, besorgte die Grazerin 10.000 Euro, damit dieser durch das Verbrennen des Geldes abgewendet werden könne. Die "Hellseherin" verschwand mit dem Geld jedoch auf Nimmerwiedersehen.

Die 49-jährige Pensionistin war von der Betrügerin am Dienstag in der Annenstraße in Graz angesprochen und in ein Gespräch verwickelt worden. Die Unbekannte machte ihr nach und nach weis, dass auf ihr ein Fluch laste, sie deshalb Beziehungsprobleme habe und alles noch viel schlimmer werden würde. Doch sie könne ihr helfen. Die Frau verlangte einen wertvollen persönlichen Gegenstand von ihrem Opfer, damit sie über Nacht durch das Sprechen mehrerer Gebete den Fluch mildern könne.

Am Mittwoch kam es zu einem weiteren Treffen, bei dem die Unbekannte den Gegenstand - einen Goldring - zurückgab und einige weitere ihrer "hellseherischen Fähigkeiten" demonstrierte. Damit war das Opfer endgültig überzeugt und besorgte die verlangten 10.000 Euro: Sie löste noch am selben Tag zwei Bausparverträge auf und überzog ihr Konto.

"Durchgebrannt" statt Geld zu verbrennen
Die "Hellseherin" erzählte der Pensionistin, dass sie das Geld verbrennen müsse, um den Fluch von ihr und ihrer Familie abzuwenden, und versprach, sich telefonisch zu melden. Dabei würde sie mitteilen, ob die Zeremonie gut verlaufen sei. Erst als der Anruf ausblieb, schöpfte das Opfer endlich Verdacht und erstattete tags darauf Anzeige.

Die Betrügerin ist laut Personenbeschreibung von südländischem Typus, rund 40 Jahre alt und hatte ihr schwarzes Haar zu einem Knoten zusammengebunden. Sie ist etwa 1,65 Meter groß, von gepflegtem Aussehen und sprach deutsch mit südländischem Akzent. Sie trug u.a. einen langen schwarzen Rock und große weiße Ohrringe.

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