Di, 20. Februar 2018

Sieg in drei Sätzen

31.08.2011 10:24

Souveräner Melzer letzter Österreicher im US-Open-Einzel

Jürgen Melzer ist in der Nacht auf Mittwoch mit einem sicheren 6:2, 7:6 (4), 6:2 über den Franzosen Eric Prodon in die zweite Runde der US Open eingezogen. Der Weltranglisten-17. zeigte dabei eine über weite Strecken tadellose Leistung. Nach 1:54 Stunden hatte Melzer bei sommerlichen Temperaturen seine erste Hürde genommen und ist nach dem Ausscheiden von Tamira Paszek und Andreas Haider-Maurer der letzte ÖTV-Vertreter im Single.

Melzer spielt nun aller Voraussicht nach am Donnerstag gegen den Russen Igor Kunizyn, der sich seinerseits erst nach 3:25 Stunden und fünf Sätzen gegen den Deutschen Matthias Bachinger durchsetzte. Für Österreichs Sportler des Jahres 2010 war die Leistungssteigerung nach dem verpatzten Auftakt der US-Hartplatz-Saison freilich sehr erfreulich, auch die Oberschenkelverletzung, die ihn in Washington zur Aufgabe gezwungen hatte, ist auskuriert. "Klar bin ich zufrieden, bis auf ein paar Kleinigkeiten im zweiten Satz. Ich habe ein gutes Match gespielt", bilanzierte Melzer erleichtert.

Melzer wurde "ein bisserl nervös"
Wenn es aus seiner Sicht etwas zu bemängeln gab, dann den verpassten, noch klareren Sieg. Immerhin hatte Melzer im zweiten Durchgang bereits mit 5:1 geführt. "Ich hatte da Satzball und dann meine Konzentration verloren. Ich bin dann ein bisserl nervös geworden, weil ich eben in letzter Zeit nicht so viel Selbstvertrauen getankt habe", gestand der Vorjahres-Achtelfinalist.

Körperlich fühlt sich die Nummer 17 des Turniers gut. "Ich habe im linken Knie noch kleine Wehwehchen, aber das sind Sachen, die nach so einer Zerrung fehlbelastet worden sind. Aber die nächste Runde kann jetzt einmal kommen", blickte Melzer zuversichtlich in Richtung nächstes Match. Der kommende Gegner ist mit Igor Kunizyn auch noch kein großes Kaliber, allerdings hat der 30-jährige Niederösterreicher gegen die Nummer 62 der Welt das bisher einzige Duell verloren. Im Viertelfinale von Pörtschach 2008 hatte sich Melzer damals beugen müssen. "Er ist sein sehr geschickter Spieler und hat eine sehr gute Rückhand", weiß Melzer.

Paszeks Bauchmuskeln spielten nicht mit
Die Wimbledon-Viertelfinalistin und Nummer 37 der Welt, Tamira Paszek, hat gegen die 1,90 Meter große Usbekin Akgul Amanmuradowa am Dienstag völlig überraschend 4:6, 2:6 verloren. "Schmerzhaft, wenn der Körper nicht mitspielt", war Paszeks erster Kommentar. Die Bauchmuskelverletzung, die sich die 20-Jährige Anfang August in Carlsbad zugezogen hatte, hat sich in ihrem ersten Match seit 5. August ausgerechnet bei den US Open doch wieder bemerkbar gemacht. Es brauche einfach noch zwei bis drei Wochen, bis sie wieder zu 100 Prozent Matches spielen könne. Sowohl davor als auch während des Matches hatte Paszek Anti-Schmerztabletten genommen.

Paszek hat noch nicht entschieden, ob sie den geplanten Doppeleinsatz absolviert. Bis zur Woche ab dem 12. September hat sie nun Zeit, sich zu regenerieren, dann stünde die Titelverteidigung beim Turnier in Quebec City auf dem Programm.

Sergej Bubka serviert Haider-Maurer ab
Auch Andreas Haider-Maurer war mit seinem Abschneiden freilich nicht glücklich. Er schied als Favorit gegen den Ukrainer Sergej Bubka, den Sohn des Ex-Weltklasse-Leichtathleten, 3:6, 2:6, 6:3, 4:6 aus. "Einer der Hauptgründe ist sicher, dass er sehr gut serviert hat. Er ist für mich ein sehr unangenehmer Gegner", so Haider-Maurer nach dem 2:14 Stunden-Match gegen den Weltranglisten-207. Bubka knallte dem Österreicher nicht weniger als 25 Asse um die Ohren, während dem 24-jährigen Niederösterreicher nur 14 gelangen - allerdings bei zehn Doppelfehlern. Haider-Maurer spielt nun noch Doppel mit Blaz Kavcic.

Djokovic und Nadal problemlos weiter
Top-Favorit Novak Djokovic und Titelverteidiger Rafael Nadal sind hingegen ohne Satzverlust weitergekommen. Während der Serbe von der Aufgabe seines Gegners, Conor Niland aus Irland, profitierte, kämpfte Nadal den Kasachen Andrej Golubjew in drei Sätzen nieder. Die erste Runde der Herren wird erst in der Nacht auf Donnerstag abgeschlossen.

Schon nach dem zweiten Tag des Damenbewerbs fehlen allerdings alle aktuellen Grand-Slam-Siegerinnen. Abgesehen von US-Open- und Australian-Open-Siegerin Kim Clijsters, die verletzt fehlt, musste sich nach Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova nun auch Paris-Triumphatorin Li Na mit 2:6, 5:7 gegen die Rumänin Simona Halep beugen. Keinerlei Probleme hatten hingegen die topgesetzte Caroline Wozniacki, Wiktoria Asarenka sowie US-Superstar Serena Williams.

Mehr zu den US Open findest du in der Infobox!

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