Di, 19. Dezember 2017

Massive Regenfront

08.08.2011 08:25

Überflutete Keller und Verkehrschaos in Ostösterreich

Nur kurz ließ sich der Sommer in den vergangenen Tagen blicken, am Sonntag verfinsterte sich der Himmel über weiten Teilen Österreichs wieder. Heftige Unwetter sorgten für Überschwemmungen, Dutzende Feuerwehreinsätze und ein Verkehrschaos.

Zunehmend verfinsterte sich der Himmel Sonntagnachmittag über Österreich. Auf das kurze Sommer-Gastspiel der vergangenen Tage folgte eine Abkühlung mit heftigen Unwettern.

In Gars am Kamp (NÖ) etwa überlastete der gewaltige Regenguss das Kanalsystem, zahlreiche Keller wurden überflutet. Betroffen waren das Hotel La Pura, die Sonderkrankenanstalt Psychosomatisches Zentrum, das China-Zentrum sowie das Museum. Die Feuerwehr stand am frühen Nachmittag im Dauereinsatz.

33 Millimeter Wasser binnen weniger Minuten
Das Unwetter war im Zeitraum von 13.10 bis 13.30 Uhr niedergegangen, so die Sicherheitsdirektion. Innerhalb weniger Minuten wurden 33 Millimeter Regen gemessen. Das Kanalsystem war völlig überlastet. In vielen Fällen kam das Wasser über im Keller befindliche Toiletteanlagen. Der Sachschaden soll sich durch das rasche Einschreiten der freiwilligen Helfer in Grenzen halten.

Im Bezirk Neunkirchen standen am späten Nachmittag 18 Feuerwehren mit 220 Mann im Einsatz. Laut Bezirkskommandant Josef Huber war von Reichenau über Payerbach bis Gloggnitz ein lokales Unwetter mit Starkregen niedergegangen. Es wurden ebenfalls Keller überflutet und Straßen vermurt.

Feuerwehr rettet im Burgenland Hobbykapitäne
Im Laufe des Tages zogen die Gewitter weiter Richtung Osten und sorgten auch im Burgenland für teils heftige Überschwemmungen. Neben dem Auspumpen von überschwemmten Kellern mussten die Helfer vor allem umgestürzte Bäume beseitigen.

Am Neusiedler See mussten Feuerwehrboote aus Purbach, Rust und Mörbisch auslaufen, um mehrere in Seenot geratene oder gekenterte Boote zu bergen. Ein Notruf kam von der Besatzung eines Elektrobootes, das vor Rust in den rasch aufziehenden Sturm geraten war. Sofort machten sich die Retter auf den Weg. Es konnte aber schließlich Entwarnung gegeben werden: Die Besatzung habe laut Landessicherheitszentrale noch einen Versuch unternommen und aus eigener Kraft den Hafen erreicht.

Beinahe zeitgleich zwei Pkw-Unfälle
Während bei den Seenot-Einsätzen nach Angaben der Behörden niemand zu Schaden kam, mussten Rettungskräfte auf Burgenlands Straßen zwei Verletzte versorgen. Beinahe zeitgleich ereigneten sich im Nord- und im Mittelburgenland zwei Unfälle.

Im Bezirk Eisenstadt-Umgebung stießen zwei Pkws zusammen. Ein Verletzter wurde mit dem Rettungswagen ins Spital nach Eisenstadt gebracht. Im Bezirk Oberpullendorf verunglückte ein Pkw bei der Ortsausfahrt von Draßmarkt in Richtung Oberrabnitz. Ein Verletzter wurde ins Krankenhaus Oberpullendorf eingeliefert.

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