Di, 12. Dezember 2017

Open-Air-Oldie-Revue

18.07.2011 10:04

Ex-Beatle Ringo Starr begeisterte in der Arena in Wien

Mit seinem ersten Auftritt in Wien hat Ex-Beatles-Drummer Ringo Starr mit seiner "All Starr Band" am Sonntagabend seine jüngste Europa-Tournee beendet. Knapp zwei Stunden lang spielten er und seine sechsköpfige Truppe – allesamt namhafte Musiker – sich durch Beatles- und Ringo-Songs sowie die größten Erfolge der einzelnen Bandmitglieder. Den mehrheitlich schon angegrauten Fans in der Arena hat's gefallen.

Fast auf die Minute genau um 20 Uhr betrat Herr Starkey – so der bürgerliche Name des einstigen Pilzkopfes – federnden Schrittes die Bühne und startete das Open Air mit "It Don't Come Easy", anno 1971 die erste Solo-Nummer-eins für den Schlagzeuger nach der Trennung der Beatles. Eine Version von Carl Perkins' Rockabilly-Klassiker "Honey Don't", den Starr schon zu Fab-Four-Zeiten live und auch auf Platte gesungen hatte, folgte, bevor sich der 71-Jährige, der erstaunlich fit wirkte, für "Choose Love" erstmals hinters Schlagzeug setzte, das auf einem Podest über dem Set des eigentlichen Schlagzeugers Gregg Bissonette aufgebaut war.

Immer wieder reichte Starr im Verlauf des Abends das "musikalische Staffelholz" an seine Mitstreiter weiter. An Gitarrist Rick Derringer (Ex-The-McCoys) etwa, der "Hang On Sloopy" sang, Bassist Richard Page (Ex-Mr.-Mister), der seine Nummer-eins-Hits "Kyrie" und "Broken" intonieren durfte oder Wally Palmer (Ex-The-Romantics) mit "Talking In Your Sleep". Aber auch Tastenmann Gary Wright ("Dream Weaver"), der auf Plattenaufnahmen von Ringo und dessen einstigem Beatles-Kumpel George Harrison zu hören ist, Gitarrist Rick Derringer ("Rock And Roll, Hoochie Koo") und Multiinstrumentalist Edgar Winter (Keyboards, Saxofon und Drums) durften ihre bekanntesten Nummern vorstellen.

Beatles- und Solo-Songs
Rund die Hälfte des Abends gehörte aber jenem Mann, der einst mit den Beatles - "one of this other band I used to be in …", wie er augenzwinkernd sagte - Weltruhm erlangte. Mit Songs aus seinem Solo-Schaffen ("Back Of Boogaloo", dem autobiographischen "The Other Side Of Liverpool" und seinem größten Solo-Hit "Photograph") sowie Beatles-Klassikern wie "I Wanna Be Your Man", "Act Naturally" und "Yellow Submarine" begeisterte er nicht nur die mehrheitlich älteren Fans, sondern auch so manchen jungen Konzertbesucher in der übervollen Arena.

Auch das Finale gehörte Ringo, der den Sommerabend mit dem Beatles-Klassiker "With A Little Help From My Friends" und einer kurzen Version von John Lennons Friedenshymne "Give Peace A Chance" ausklingen ließ.

Fazit: Ein abwechslungsreicher Abend, bei dem es neben 1960er-Jahre-Beat Beatles-Hits und dem Besten aus dem Solo-Schaffen von Ringo auch 70er-Jahre-Hardrock (Edgar Winter) sowie Pop-Balladen aus den 1980ern (Richard Page) zu hören gab. Den besonderen Charme verliehen dem Konzert aber die Beatles-Songs. Einziger Wermutstropfen: Eine Zugabe blieben Ringo Starr And His All Starr Band schuldig.

Fotos: Andreas Graf

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