Do, 23. November 2017

„Völlig in Panik“

21.06.2011 08:58

Klagsandrohung über 40.000 Euro für gefälschte CDs

Die Produktpiraterie im Internet greift immer mehr um sich. Längst werden nicht nur Luxusartikel gefälscht und übers weltweite Netz verkauft, sondern auch Massenware. Und immer öfter trudeln Klagen nach dem Urheberrecht ein. So sollte ein Salzburger Hausmeister 40.000 Euro für eine gefälschte CD-Box zahlen.

Im ersten Moment bin ich völlig in Panik geraten, als ich den 13 Seiten langen Brief einer deutschen Anwaltskanzlei bekommen habe. Da wurde mir eine Geldstrafe von 40.000 Euro "angedroht", berichtet Franz Kropp, Hausmeister an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität in Salzburg.

Der Grund für die Klagsdrohung: Der Salzburger hatte vor fünf Jahren eine Box mit acht CDs von Michael Jackson auf Ebay erstanden – um einen Euro. Um denselben Betrag bot er jetzt die Tonträger erneut auf der Auktionsplattform an.

1.200 Euro Honorar oder Klage nach Urheberrecht
Und da wurden die deutschen Advokaten im Auftrag von Sony tätig. "Sie forderten die Unterschrift auf einer Unterlassungserklärung sowie ein Honorar von knapp 1.200 Euro, ansonsten würde eine Klage nach dem Urheberrecht eingereicht", erklärt Bettina Flöckner von der Arbeiterkammer, an die sich Franz Kropp in seiner Verzweiflung wandte.

Die AK-Experten schafften es, die angedrohte Pönale abzuwenden. "Seit drei Monaten habe ich von den Anwälten nichts mehr gehört. Ich hoffe, das bleibt so", atmet Franz Kropp erstmal auf.

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