Fr, 24. November 2017

Kein Überleben daheim

07.06.2011 13:38

Asyl-Hoffnung für kranke Mongolin in Salzburg

Für eine schwer kranke in Salzburg lebende Mongolin besteht Hoffnung, dass sie trotz negativen Asylbescheides vom Oktober 2010 in Salzburg bleiben kann. Die 36-jährige Frau legte der Bezirkshauptmannschaft (BH) Salzburg-Umgebung nun ein ärztliches Attest vor, wonach eine Therapieumstellung eine Abschiebung unmöglich mache, erklärte ihr Anwalt Heinrich Schellhorn am Dienstag. Ihr Antrag auf humanitäres Bleiberecht wurde am Montag an die Sicherheitsdirektion übermittelt, die nun über die Causa entscheidet.

Die Mongolin leidet an Hepatits B, vor etwas mehr als zwei Jahren wurde ihr in Innsbruck eine neue Leber eingesetzt. Die Frau - sie wohnt seit 2005 in Salzburg - muss regelmäßig zur Untersuchung ins Spital. Die Ärzte geben ihr in der Mongolei kaum eine Überlebenschance. Die medikamentöse Behandlung wurde mittlerweile umgestellt. Das steht in dem ärztlichen Attest, das die 36-Jährige mit dem Antrag auf Aufenthaltsbewilligung nach dem "Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz" der BH übermittelte.

Sie legte zudem eine Einstellungszusage als Reinigungsfrau bei und meldete sich zur Prüfung für ein deutsches Sprachdiplom an. Zuversichtlich stimmt den Anwalt, dass die Salzburger Landesrätin Tina Widmann (VP) ihm mitgeteilt habe, sie werde bei der Sicherheitsdirektion ein gutes Wort für seine Mandantin einlegen.

Dem Gesetz nach müsse der Fall noch einmal geprüft werden, wenn sich im Privat- und Familienleben etwas ändert. Das betreffe auch den Gesundheitszustand des Antragstellers, hieß es aus der Bezirkshauptmannschaft. Die behördeninterne "Gruppe Gesundheit" habe dazu ein Gutachten erstellt, das zum Akt genommen wurde. Wenn die Sicherheitsdirektion zur Auffassung kommt, dass die Ausweisung unzulässig ist, wird die Bezirkshauptmannschaft der Mongolin einen befristeten Aufenthaltstitel erteilen.

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