Di, 22. Mai 2018

Unmut in Going

24.04.2011 11:54

Streit um Spesenauszahlung an Bürgermeister

In Going im Bezirk Kitzbühel hängt der Gemeinde-Haussegen derzeit ziemlich schief: Bürgermeister Josef Pirchl soll sich im Alleingang etwa 10.000 Euro an Spesen ausgezahlt haben, von denen ein Teil aber schon verjährt war. Als es aufflog, zahlte er das Geld zwar wieder zurück, doch die Opposition überlegt dennoch, weitere Schritte gegen ihn einzuleiten.

Der Wirbel spielte sich knapp vor dem Jahresende ab: Da präsentierte der Bürgermeister eine Spesenabrechnung für die Jahre 2004 bis 2010. Aber der Kassier und der Amtsleiter der Gemeinde verweigerten damals ihre Unterschrift für die Auszahlung.

Das kümmerte den Ortschef aber offensichtlich wenig. Er zahlte sich das Geld selbst aus. Es soll sich dabei um etwa 10.000 Euro gehandelt haben.

Als dies bekannt wurde, gab es heftige Proteste in der Gemeinde. Auf Anfrage der "Krone" bestätigte der ÖVP-Ortsobmann und Gemeinderat Georg Trixl: "Ich habe daraufhin die Gemeindeaufsicht eingeschaltet. Als Mitglied des Überprüfungsausschusses hätte ich mich sonst vielleicht selbst strafbar gemacht."

Ansprüche verjährt
Bürgermeister Pirchl reagierte rasch und zahlte den abgehobenen Betrag wieder zurück. Und die Gemeindeaufsicht stellte fest, dass ein Teil der geltend gemachten Spesen gar nicht mehr hätte bezahlt werden dürfen, weil der Anspruch verjährt sei.

Nachdem eine Behandlung der verbleibenden Spesenabrechnung für die letzten drei Jahre in nichtöffentlicher Sitzung im März durch Proteste der Opposition scheiterte, stand sie in der öffentlichen Sitzung im April am Programm – und wurde in Höhe von etwa 6.000 Euro genehmigt. Erst da erfuhren die Gemeinderäte von den Vorfällen im Winter.

Neben Trixl ist jetzt auch Gemeinderätin Angela Manzenreiter auf den Ortschef stinksauer: "Diese Art der Geldbehebung von Pirchl ist absolut nicht in Ordnung. Wir überlegen jetzt gemeinsam, ob weitere Schritte eingeleitet werden sollen."

von Werner Kriess, "Tiroler Krone"

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