Mo, 21. Mai 2018

Rumäne ausgeliefert

15.04.2011 11:19

Vereitelter Bankomat-Coup: Verdächtiger in Haft

Nach einem im letzten Moment vereitelten Bankomat-Diebstahl im oststeirischen Heilbrunn im Vorjahr ist der Polizei ein Verdächtiger ins Netz gegangen. Der 35-jährige Rumäne bestreitet jedoch, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. DNA-Spuren sprechen allerdings laut Polizei dafür. Derzeit sitzt der Beschuldigte in der Justizanstalt Graz-Jakomini in U-Haft.

Der brachiale Coup im Gemeindegebiet von Naintsch im Bezirk Weiz im vergangenen Jahr war von Profis geplant: Mit einem in Italien gestohlenen Auto, in Radkersburg geklauten Kennzeichen sowie dem richtigen Werkzeug hatten die Täter - vermutlich ein Quartett - in der Nacht auf den 16. Oktober zugeschlagen. Nachdem sie den Automaten bereits aus der Verankerung gerissen und im Wagen verstaut hatten, funkte allerdings eine Polizeistreife dazwischen, die von Anrainern gerufen worden war.

DNA-Spuren führten Ermittler nach Rumänien
Die gestörte Bande flüchtete zunächst in einen Wald, klaute dann einen Pritschenwagen und beging laut Exekutive weitere Einbrüche mit einem Sachschaden von etwa 70.000 Euro. Wert der Beute: 30.000 Euro. Danach verlor sich ihre Fährte. Die Auswertung von DNA-Spuren an den Tatorten führte die Ermittler schließlich nach Rumänien.

Verdächtiger "schwierige Person"
Dort wurde der 35-jährige Verdächtige im Zuge einer internationalen Fahndung festgenommen. Er wurde bereits in Deutschland wegen des gleichen Delikts verurteilt und auch in Italien sowie der Schweiz gesucht. Nach der Auslieferung nach Österreich habe sich gezeigt, dass der Beschuldigte eine "schwierige Person" sei, so Ermittler Erwin Strametz vom Landeskriminalamt. Der Rumäne sei nicht kooperativ und bestreite, den Einbruch verübt zu haben.

Zusammenhang mit anderen Taten möglich
Ein Zusammenhang mit anderen Bankomat-Diebstählen in Österreich sei laut Kriminalisten nicht ausgeschlossen. Der Verdächtige habe während seiner kriminellen Laufbahn gleich mehrere Identitäten verwendet, über seine Komplizen verliere er kein Wort, berichtet Strametz. Ein Zusammenhang mit den Einbrüchen in Niederösterreich und dem Burgenland werde nun neuerlich geprüft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden