Fr, 25. Mai 2018

Einstimmig gewählt

11.04.2011 12:24

Harald Kainz wird vom Vize zum Rektor der TU Graz

Der Bauingenieur und Wasserwirtschafter Harald Kainz hat das Rennen um das Rektorsamt an der Technischen Universität Graz (TU Graz) für sich entschieden. Kainz folgt auf Hans Sünkel, der acht Jahre an der Spitze der TU Graz stand. Der bisherige Vizerektor wird sein Amt am 1. Oktober antreten, die Periode läuft bis September 2015.

"Harald Kainz steht für Kontinuität in der erfolgreichen Weiterentwicklung der TU Graz, die Rektor Sünkel in den letzten acht Jahren konsequent verfolgt hat", begründete der Vorsitzende des Universitätsrates, Helmut List, am Montag in der Mitteilung der TU Graz.

Einstimmig gewählt
Grundlage für die einstimmige Entscheidung war der vom Senat verabschiedete Dreier-Vorschlag, in den neben Kainz auch Gernot Kubin, Leiter des Institutes für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation der TU Graz, und Sabine Herlitschka, Leiterin der Europäischen und Internationalen Programme der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), aufgenommen worden waren. Ursprünglich haben sich neun Personen für die Stelle des Rektors der TU Graz beworben.

"Stillstand bedeutet, dass wir zurückfallen"
Angesichts der geplanten Stagnation der österreichischen Uni-Budgets ab 2013 laute die Devise für die zweitgrößte steirische Universität "auf die Ausgabenbremse steigen und bei den Forschungsleistungen dennoch intensiv Gas geben. Stillstand würde bedeuten, dass wir zurückfallen", so der designierte Rektor am Montag. Eine große Herausforderung seines Rektorats werde es sein, den Mitarbeitern, "die oft genug zuerst an die Uni und erst dann an sich selbst denken", eine Vision zu geben.

Mit den derzeitigen Plänen, dass das Uni-Budget ab 2013 bestenfalls nominell gleichbleibt, drohe eine "massive Unterfinanzierung". Kainz: "Uns fehlen dann rund 10 Millionen Euro oder umgerechnet die Personalkosten einer ganzen Fakultät." Er selbst wolle "alles dazu tun, unsere gute Beziehungen zur Wirtschaft zu nützen" und sich um Sponsoring aus der Privatwirtschaft bemühen.

Der designierte Rektor betonte sein Bekenntnis zu den im bisherigen Profilierungsprozess erarbeiteten fünf Kompetenzfeldern der TU Graz - "Fields of Expertise", wie sie Kainz sie nennt: Materialforschung im Bereich der Mikro-und Nanotechnologie, Human-und Biotechnologie, den Bereich "Information, Computer und Kommunikationstechnologien. Mobilitätsforschung und Production Sciences sowie Nachhaltigkeit in Design, Construction und Energiesystemen. "Problematisch wird es in jenen Bereichen, die außerhalb der Fields liegen", so Kainz.

Kainz studierte selbst an der TU
Harald Kainz wurde 1958 in Graz geboren. Er studierte Bauingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesens im Bauwesen an der TU Graz und war ab 1982 am TU-Institut für Siedlungswasser- und Industriewasserwirtschaft, Grundwasserhydraulik und Landwirtschaftlichen Wasserbau tätig. Nach der Promotion 1990 war er in leitenden Positionen in Ingenieurbüros tätig. Die Berufung an den Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau brachte ihn nach zehnjähriger Wirtschaftserfahrung wieder an die TU Graz zurück. Seither ist er in verschiedenen leitenden Positionen tätig: Unter anderem wurde er 2004 zum Dekan der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften gewählt, seit 2007 war er Vizerektor für Infrastruktur und Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

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