Sa, 24. Februar 2018

160.000-Euro-Betrug

07.04.2011 10:22

Veruntreuung: Babyentführerin muss vor Gericht

Die Tiroler Babyentführerin muss sich am kommenden Montag vor einem Innsbrucker Schöffengericht verantworten. Sie hatte im Juni 2010 ein drei Monate junges Mädchen aus einem Einkaufszentrum in Salzburg entführt. Hauptangeklagt ist allerdings nicht die Entführung, sondern das Verbrechen der Veruntreuung. Die Frau soll ihren Ex-Arbeitgeber um 160.000 Euro geprellt haben. Der Tirolerin droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren, teilt die Innsbrucker Staatsanwaltschaft mit.

Die Frau hatte das Mädchen am 9. Juni des vergangenen Jahres entführt, während seine Mutter in einer Umkleidekabine war. Obwohl das Einkaufszentrum unmittelbar danach abgeriegelt worden war, gelang der Täterin die Flucht. Aufgrund der veröffentlichten Bilder aus der Überwachungskamera gingen jedoch bald Hinweise ein.

"Übersteigerter Kinderwunsch"
Im Zuge einer groß angelegten Fahndung wurde die Entführerin fünf Stunden später in Bayern in Grenznähe zu Tirol festgenommen. Das Baby konnte den Eltern unverletzt übergeben werden. Die Tirolerin wurde vorübergehend in einer psychiatrischen Klinik behandelt, wo bei ihr ein "übersteigerter Kinderwunsch" und eine Störung des Sozialverhaltens festgestellt wurde. Die Frau hatte eine Fehlgeburt erlitten und sich seitdem verzweifelt ein Kind gewünscht. Laut Staatsanwaltschaft soll die 33-jährige Tirolerin zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen sein. Beim Delikt der Kindesentführung liegt das Strafmaß bei bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe.

160.000 Euro unterschlagen
Im Fall der Veruntreuung soll die Angeklagte in der Zeit von August 2007 bis Juni 2009 ihrem ehemaligen Arbeitgeber rund 160.000 Euro unterschlagen haben. Zudem wird der 33-Jährigen auch Urkundenfälschung vorgeworfen.

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