Mi, 21. Februar 2018

"Falsche" Strafen

02.04.2011 17:24

Kritik an schlecht ausgebildeten Parksheriffs

Parksheriffs haben einen undankbaren Job und werden – oft ungerechtfertigt – angeschnauzt. Wenn aber selbst höherrangige Polizeibeamte Kritik an Fehlentscheidungen der Kappler üben, wird’s haarig. Falsche Adresse am Mandat, zwei gleiche Vergehen mit unterschiedlichen Strafen belegt. Das sind nur zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, die Kritik an der Arbeit der Parksheriffs laut werden lassen. Ein Wachzimmer-Kommandant ortet Mängel in der Ausbildung. Manchmal scheint sogar Willkür im Spiel zu sein.

So parkten im Bereich der Wolfschanzengasse in Floridsdorf ein Italiener und ein Wiener auf gleicher Höhe auf gegenüberliegenden Seiten der Fahrbahn. Beide missachteten den Fünf-Meter-Abstand zur Kreuzung. Der Italiener fasste 21 Euro Strafe aus, derr Wiener sollte hingegen abgeschleppt werden, was viel teurer ist. Beide Mandate wurden vom selben Kappler (Dienstnummer) zur gleichen Zeit ausgestellt. "Das ist überhaupt nicht nachvollziehbar", so ein Polizeioffizier nach einem Lokalaugenschein. Zumal der Italiener Abbiegern die Sicht raubte, der Wiener nicht.

In einem anderen Fall wurde das Auto einer Frau im 2. Bezirk abgeschleppt. Es würde einen Behindertenparkplatz verstellen. Der Parksheriff hatte jedoch die falsche Adresse notiert, wie die Polizei feststellte. Der Frau wurde die Strafe erlassen, den Ärger (Wagen abholen etc.) hatte sie dennoch. "Es scheint, dass manche Kappler ungenügend ausgebildet sind und sich nicht auskennen", klagt ein Postenkommandant.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung
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