Mo, 20. November 2017

„Ein Meilenstein!“

29.03.2011 10:44

VW übernimmt die Salzburger Porsche-Holding

Mit 21.000 Mitarbeitern hat die Porsche Holding Salzburg in den vergangenen 54 Jahren eine Erfolgsgeschichte ohne Ende geschrieben. Das Salzburger Handelsunternehmen ist an 385 Standorten aktiv, 432.000 Neuwagen wurden 2010 verkauft. VW-Boss Winterkorn machte nun 3,3 Milliarden Euro locker – jetzt gehört die Holding dem Konzern.

"Unser Fundament", so Konzern-Vertriebsvorstand Christian Klingler, "ist die Begeisterung für das Automobil." Und Wolf Dieter Hellmaier, der Salzburger Holding-Sprecher, ergänzte: "Wir sind auf Erfolgskurs geradezu gedrillt. Denn jedes dritte in Österreich verkaufte Kraftfahrzeug gehört zu einer der zehn Konzernmarken."

Erfolgreich und profitabel
So streute auch VW-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Winterkorn bei seinem Besuch zur Übernahme der Porsche Holding Rosen: "Die Holding setzt seit Jahren Maßstäbe im Autohandel und das bis nach China." Kein Wunder, dass da der ganze Konzern die Rezepte möchte: "Sie ist eine der erfolgreichsten und profitabelsten Handelsorganisationen der Automobilwelt", so Winterkorn: "Und mit ihr wollen wir den Umsatz kontinuierlich steigern."

565.000 Neu- und Gebrauchtwagen wurden 2010 von Salzburg aus verkauft: In Südost- und Westeuropa, Österreich und China. "Die Übernahme der Salzburger Porsche Holding ist ein Meilenstein für uns", schwärmte Winterkorn: "Sie behält weiterhin die volle operative Freiheit, um sie mit den Synergien eines weltweit agierenden Automobilkonzerns mit zu verknüpfen." Auch die Einzel- und Kleinhändler der Konzernmarken soll es weiter geben: "Die Porsche Holding wird ja Europa nicht besetzen", beteuerte Christian Klingler: "Aber wir werden etwa unser einzigartiges IT-System weltweit ausrollen."

"Es geht wieder deutlich aufwärts"
Zu den 21.000 Mitarbeitern der Holding sollen bald noch weitere dazukommen. Denn die Automobilkrise scheint überwunden: "Wir hatten 2009 einen Einbruch auf den Ostmärkten von 54 Prozent", räumte Hellmaier ein: "Aber wir verfügen dort weiterhin über ein intaktes Händler-Netz und es geht wieder deutlich aufwärts." Und VW-Boss Winterkorn weiß, wohin die Reise jetzt geht: "Bis 2018 an die Spitze der Automobilindustrie." Dabei wird die Holding, die bisher den Familien Piëch und Porsche gehörte, sicher kräftig mitmischen.

von Wolfgang Weber und Max Grill, Kronen Zeitung

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