Do, 23. November 2017

17-Stunden-Odyssee

13.03.2011 17:34

Patient im Rollstuhl von Station zu Station geschickt

Der 67-jährige Alfred W. erhebt schwere Vorwürfe gegen das Spital in St. Pölten. Er war stundenlang zwischen HNO-Station und Neurologie hin und her geschickt worden. Erst am nächsten Tag wurde schließlich festgestellt, dass W. einen Schlaganfall erlitten hatte. "Weil sich Ärzte nicht über die Zuständigkeit einigen konnten, muss ich heute noch leiden", klagt der Patient. Im Spital weist man alle Vorwürfe zurück.

Das Gleichgewicht zu halten, fällt noch schwer. Und auch die Konzentration lässt oft nach. Das Leben von Alfred W. ist nach dem Schlaganfall nicht mehr wie früher. Der Leidensweg des 67-Jährigen begann am 4. November des vergangenen Jahres: "Morgens hatte ich das Gefühl, als schwanke der Boden unter mir", schildert der Pensionist.

Laut Spital wurde Patient fachgerecht behandelt
Er ließ sich ins Spital St. Pölten bringen. W.: "Dort meinte ein Arzt, ich solle viel Wasser trinken und schickte mich heim." In der folgenden Nacht wurden die Symptome schlimmer, W. kam erneut in die Klinik. "Von Mitternacht bis 17 Uhr wurde ich hin und her geschickt, weil sich HNO-Ärzte und Neurolgen nicht einigen konnten", klagt W..

Zu den Gleichgewichts- und Sehstörungen stellten sich Lähmungen ein – doch erst am nächsten Abend wurde der Schlaganfall festgestellt. "Die ersten Untersuchungen ergaben nichts Auffälliges. Nach der Diagnose wurde der Patient fachgerecht behandelt", weist man im Spital alle Vorwürfe zurück. Alfred W. hat dennoch den Staatsanwalt eingeschaltet.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
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