Do, 23. November 2017

Coup in Hainburg

14.02.2011 17:31

Bankomat-Knacker erbeuten nur eingefärbtes Geld

Nach längerer Pause haben in Niederösterreich wieder Bankomat-Diebe zugeschlagen - in der Nacht auf Montag ist ein Geldautomat in einem Supermarkt in Hainburg an der Donau (Bezirk Bruck an der Leitha) von Unbekannten aus der Verankerung gerissen und mitgenommen worden. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur - erfolgreich war der Coup allerdings nicht: Das Geld wurde beim Herausreißen des Bankomaten eingefärbt und ist somit unbrauchbar.

Gegen 3 Uhr früh brach die Bande - die Polizei geht von zwei bis vier Ganoven aus - in das Geschäft ein. Vermutlich mittels Seilen rissen sie den Bankomaten heraus und verluden ihn in ein Fahrzeug. Dann flüchteten sie. Zeugenwahrnehmungen dazu gebe es bisher nicht, so Franz Wendler von der Sicherheitsdirektion. Auch die Bilder aus den Überwachungskameras seien unbrauchbar.

Geld wurde beim Bankomat-Knacken eingefärbt
Der entstandene Schaden war am Montag noch nicht bezifferbar. Das Geld, das sich in dem Automaten befunden hatte, wurde beim Herausreißen eingefärbt und ist somit wertlos. "Die Arbeit der Täter hat sich also nicht gelohnt", verwies Wendler auf die in den vergangenen Monaten verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. Bemerkt wurde der Diebstahl erst in der Früh durch die Geschäftsinhaber. Eine Alarmierung der Polizei gab es in den Nachtstunden nicht.

Seit Februar 2010 - also mittlerweile einem Jahr - sind in Österreich inklusive dem jüngsten Coup 22 Bankomat-Diebstähle bekannt geworden. 14 Mal gelang es den Tätern, Bargeld zu stehlen, in acht Fällen blieb es beim Versuch. 16 Tatorte lagen in Niederösterreich, drei im Burgenland, zwei in Oberösterreich und einer in der Steiermark. Die Ermittler gehen davon aus, dass zumindest vier Tätergruppen am Werk sind. Zahlreiche Diebstähle passierten auch im EU-Ausland - in den Niederlanden sind rund 60 Fälle bekannt, in Tschechien 50 und in der Slowakei 40.

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