Mo, 18. Dezember 2017

Song Contest 2011

01.02.2011 12:40

Katrin Lampe: "Es gibt schlechte und gute Verlierer ..."

ATV-Star Katrin Lampe wird ihr singendes Alter ego Katie Lunette nicht beim Song Contest in Düsseldorf, ja nicht einmal bei der Vorausscheidung im ORF präsentieren können. Das steht seit Dienstag fest. Die Jury hat entschieden, dass sie trotz einer guten Platzierung im Publikums-Voting nicht dabei ist. Es sei zwar ein Schock für sie, erklärte sie gegenüber krone.at, doch sie sei eine gute Verliererin und beuge sich der Jury. Nur mit Dominic Heinzl habe sie noch ein Hühnchen zu rupfen. Heinzl hatte behauptet, sie hätte ein Callcenter engagiert, um Stimmen zu bekommen.

Katrin Lampe ließ krone.at via E-Mail wissen, wie sie sich nach dem Song-Contest-Aus fühlt: "Am Boden zerstört, nein ehrlich, einen Monat lang täglich auf der Straße Leute ansprechen, um Votes zu bitten, das war schon Knochenarbeit. Dann von Platz sechs rausgekickt zu werden, war ein Schock."

"Man muss verlieren können"
Auch wenn ihr klar ist, dass der ORF sie möglicherweise als ATV-Moderatorin nicht will - "Ich weiß, dass der ORF in meinem Zusammenhang immer alles ablehnt, sei es 'Dancing Stars' oder andere mediale Plattformen" -, macht sie dem ORF-Radio keine Vorwürfe, dass sie als ATV-Star keine Chance bekommen hätte. Sie war sogar positiv überrascht: "In Sachen Song Contest hat uns Ö3 immerhin einen Monat lang promotet, das ist mehr, als ich mir erwartet habe." Und auch gegenüber der Jury bleibt sie fair und sagt: "Wenn die Fachjury anschließend meint, er reicht nicht für die Top Ten, dann muss man das respektieren." Trotzdem sei es jetzt hart für sie, nicht dabei zu sein. "Aber man muss auch verlieren können."

Im Vorfeld der endgültigen Entscheidung, wer nun ins Rennen um die Song-Contest-Teilnahme geht, hatte ausgerechnet ORF-Star Dominic Heinzl, der die Sängerin Missy May offen unterstützt hatte, schlechte Stimmung gegen Lampe gemacht und ihr unterstellt, ein Callcenter engagiert zu haben, um für sie zu stimmen.

Es war ein Mobilisierungswahlkampf
Gegenüber krone.at seufzt sie über den "Chili"-Moderator: "Ach, der Dominic, keine Ahnung, was ich ihm getan habe, dass er mich immer wieder gerne angreift." Lampe vergleicht den Kampf um die Voting-Stimmen, die per Telefon abgegeben werden konnten, mit einem politischen Mobilisierungswahlkampf und sagt: "Es ist natürlich hart, dass seine Künstlerin es mit seiner Promotion nicht mal in die Publikums-Top-Ten geschafft hat, aber ich denke, er hätte täglich mit seinem Kamerateam vier, fünf Stunden auf der Straße Votes ködern sollen. Vor laufender Kamera hätte das sehr gut funktioniert." Zusätzlich sei Missy May ja auch von der Fachjury ziemlich weit hinten platziert worden.

Die Vorwürfe wegen des Callcenters "sind witzig", so Lampe. Denn:  "Bekanntlich konnte man nicht anrufen, sondern nur einmal täglich pro Telefonnummer eine SMS verschicken." Lampe rechnet vor und entkräftet damit die Vorwürfe: "Rein mathematisch müsste man dann an die 800 bis 1.000 Leute über einen Monat lang angestellt haben. WOW! Das hätte dann tatsächlich einen Platz unter den Finalisten verdient", findet Lampe und schließt: "Es gibt eben überall schlechte und gute Verlierer ..."

Foto: Viennareport

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