Do, 23. November 2017

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13.01.2011 10:38

Wilde Diskussionen um Heli-Landeplatz in Saalbach

Erste Verhandlungsrunde in Saalbach, wo Dr. Karl Schnell am Dach seiner Ordination einen Hubschrauber-Landeplatz errichten möchte. Im Notfall würde dadurch der Transportweg bis zu einer halben Stunde verkürzt. Doch die Anrainer wehren sich.

Für Ende Februar wird die Entscheidung der BH Zell am See erwartet, ob Allgemeinmediziner Dr. Karl Schnell am Dach seiner Ordination im Ortszentrum einen Hubschrauber-Landeplatz genehmigt bekommt. Am Mittwoch wurden dazu Testflüge absolviert und Lärmmessungen vorgenommen. „Für eine optimale Patientenversorgung wäre der Landeplatz am Dach ideal“, so Mediziner Karl Schnell.

Und zwar bei etwa zehn Notfällen, die im Jahr auftreten. Schnell nennt Beispiele: „Da ist der Skifahrer, der mit Bauchschmerzen zu mir kommt und ich stelle einen Milzriss fest. Oder ein Urlauber, bei dem sich Kopfschmerzen nach einem Sturz als Gehirnblutung herausstellen.“ Da zähle jede Minute, so der Saalbacher Arzt: „Der Weg ins Spital wird mit einem Landeplatz direkt am Dach um eine halbe Stunde kürzer. Ganz abgesehen davon, dass man schwere Fälle so wenig wie möglich umladen sollte.“

Aufregung unter den Saalbachern
2,5 Millionen Euro hat Schnell in seinen Praxis-Neubau investiert und dabei die entsprechende Statik für einen Landeplatz bereits berücksichtigt. Er kann die Aufregung jener 175 Saalbacher, die gegen einen Hubschrauber-Landeplatz unterschrieben haben, nicht verstehen: „Schon bisher gab es ja in unmittelbarer Nähe den Landeplatz für Katastrophenfälle. Direkt am Dach zu landen, ist auf jeden Fall sicherer und auch eine geringere Belastung für die Umgebung.“

Experten der BH nahmen dazu am Mittwoch vergleichende Lärmmessungen vor. Der Dauerschallpegel im Ort ist jedenfalls sehr hoch. Ein Experte: „An vielen Stellen entlang der Straße nach Saalbach müsste man jetzt schon zwingend Lärmschutzwände aufstellen.“

von Wolfgang Weber, Salzburger Krone

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