So, 19. November 2017

Getrübte Freude

22.10.2010 19:57

22 Bewerber an der Frauenklinik - Kritik aus Innsbruck

22 Mediziner haben sich für die Leitung der Frauenklinik an der Salzburger Uni-Klinik beworben. "Darunter ein Drittel Frauen, und wir haben unter den Kandidaten wirklich erstklassige Leute", berichtete am Freitag Spitalschef Prof. Heinrich Magometschnig. Getrübt wird die Freude aber durch heftige Kritik aus Innsbruck.

Die jetzigen Primarärzte Alfons Staudach (Frauenklinik) und Christian Menzel (Brustzentrum und Spezielle Gynäkologie) gehen mit Ende des Jahres in Pension. Bis der neue Chef - oder die neue Leiterin - aus den 22 Kandidaten ausgewählt ist, dauert es aber etwas länger: Er/Sie muss sich in drei Hearings durchsetzen – im Landessanitätsrat, in der Medizinischen Uni und in den Kliniken. Arbeitsbeginn ist deshalb vermutlich erst im Februar.

Oberärztin als heimliche Favoritin
Wer sich um die Leitung beworben hat, ist geheim – fix ist nur, dass die jetzige Oberärztin Barbara Maier dabei ist. Sie gilt intern ja als heimliche Favoritin für den Spitzenjob in der Landesklinik.

Innsbruck kritisiert auch Salzburger Politik
Scharfe Kritik kommt aus Innsbruck: Christian Marth von der dortigen Uni-Frauenklinik klagt, dass in Salzburg nur noch ein Primar die gesamte Gynäkologie leitet: "Völlig unverständlich", das führe "unweigerlich zu einer Einschränkung der Patientenversorgung in Salzburg", schreibt der Primar an den Landessanitätsrat und greift die Politik an: "Erstaunlich, dass trotz einer Landeshauptfrau in Salzburg die Frauen offensichtlich eine sehr geringe Lobby haben."

Das lässt Spitals-Direktor Heinrich Magometschnig so nicht gelten: "Das lässt sich alles widerlegen. Wir verbessern die Kooperation der beiden jetzigen Abteilungen, für die Patientinnen ist beste Versorgung gesichert."

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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